Ich habe ja schon einmal darüber geschrieben, was man machen kann, wenn der Computer langsam ist. Temporäre Dateien löschen, Autostart aufräumen und Vista durch Windows 7 ersetzen nur einige Beispiele daraus.
In letzter Zeit und auch gerade heute wieder ist mir ein weiterer Punkt speziell aufgefallen: Es geht um Virenscanner, die den Computer unbrauchbar langsam machen. Rein der Echtzeitschutz, vom aktiven Scanvorgang möchte ich erst gar nicht sprechen. GData, Norton und teilweise Avira sind die üblichen Verdächtigen - So zumindest mein Gefühl.

Martin A. unter CC BY-SA 2.0
Es kann ja nicht sein, dass man alleine im Frontend beim Versuch zum Ändern einer Einstellung bei jedem Klick über eine Minute warten muss, oder? Zudem geht es nicht selten eine halbe Ewigkeit, bis das Antivirenprogramm aus dem Autostart heraus gestartet ist und in der Zwischenzeit jede Menge Leistung frisst.
Bei einem Computer mit installierter SSD, 8 GB RAM und einem i7-Prozessor merkt man wohl nicht viel davon, hat man jedoch ein etwas älteres Modell sieht das gleich ganz anders aus…
Es ist mir klar, dass Sicherheit und Performance grundsätzlich nur bedingt miteinander vereinbar sind, aber es gibt ja durchaus viele andere Lösungen und Antivirenprogramme, die das besser können.
In so einem Fall wird das entsprechende Programm bei mir deinstalliert und als Alternative Microsoft Security Essentials (kostenlos) installiert. Integriert sich super in das System (Updates automatisiert im Hintergrund) und beeinträchtigt die Systemleistung auch bei weniger performanten Systemen nicht unnötig.
Was ist eure Meinung zum Thema? Hat noch jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

puh, MSE sind eigentlich ziemlich lahm (und angeblich nicht sonderlich effektiv -> http://www.av-test.org/tests/testberichte/novdez-2011/)
ich bin fan von kaspersky — aber gut das kostet. sonst panda oder avast… avira mag ich auf grund der banner nicht (wobei man die ja wieder abschalten kann).
allerdings hast du schon recht mit der guten integration von MSE in Windows. bin mal gespannt wie das bei windows 8 und dem store da läuft — updates können ja dann auch über den store nachgereicht werden.
Auf meinem Rechner habe ich auch MSE laufen. Auf meinem kleinen (Sub-)Notebook allerdings Avast. Ich merke bei beiden nicht, dass die das System in irgendeiner Weise spürbar verlangsamen.
Auf dem — zugegeben schon älteren — Notebook einer Bekannten war Kaspersky installiert. Sie bat mich, das Gerät wieder flott zu machen, weil es wirklich kaum bedienbar war. Ich hab Kaspersky runtergehauen, weil die Lizenz ohnehin in ein paar Tagen abgelaufen wäre, und dafür MSE installiert und das Gerät fühlte sich an wie neu.
Solche Testresultate sind immer mit Vorsicht zu geniessen. Denn meiner Meinung nach werden da teilweise Äpfel mit Birnen verglichen.
Microsoft Security Essentials ist ein reiner Virenscanner und beinhaltet etwa keine Firewall-Funktion — dafür ist die Windows Firewall bzw. eine Hardware-Firewall da.
Ich finde es generell sehr schwer solche Vergleiche zu machen, denn es kommt immer auch darauf an, wie der Setup als Gesamtes ausschaut.
Grundsätzlich ist aber auch im entsprechenden AV-Test eine positive Tendenz ersichtlich, wenn man die MSE AV-Test Resultate von Anfang 2011 und Ende 2011 vergleicht.
Ich habe seit 1990 Windows (damals DOS) Produkte im Einsatz. Meinen ersten kleinen Virus war auf einer 3,5″ Diskette mit dem Spiel Gunship 2000 im Jahr 1991. Die Vielzahl an Würmern, Viren und Spyware ist heute gar nicht mehr zu messen. Ein Virenscanner muss vieles mehr leisten als früher, Trojaner und Spyware verseuchen jetzt den PC. Ich halte nichts von Gratissoftware, denn sie sind meist in der Funktion eingeschränkt. Mir nützt es nichts, wenn der Scanner einmal im Tag aktualisiert wird sondern er muss jetzt sein Dienst verrichten.
Bin gleicher Meinung, auf alten PC’s sind Virenscanner sehr langsam. Auf aktuellen System wird die Bootzeit um ca 5 Sekunden verlängert und der Scan im Hintergrund ausgeführt. Mit einem Quad-Core Prozessor merkt man davon nichts, vorallem wenn noch eine SSD mit Win 7 als Startpartition eingebaut ist.
Also ohne jetzt provozieren zu wollen, möchte ich mal die Behauptung hier in den Raum werfen, dass man, wenn man sich an ein paar Regeln hält, überhaupt kein Virenprogramm installieren braucht. Es helfen schon so einfache Sachen wie nicht als Admin arbeiten/surfen, nicht auf alles klicken was im Internet so schön blinkt oder Mails von unbekannten Absendern ungelesen löschen.
Als ich vor einigen Jahren noch mit Windows arbeiten durfte/musste, hatte ich kein Antivirenprogramm installiert und was soll ich sagen.…. Ein Virus hat mich nie getroffen.
Ich hatte bis vor kurzem F-Secure Internet Security 2011&2012 ( 2 Jahre genutzt) drauf! Jedoch dauerte es ewig bis mein System herunter&hoch gefahren ist (2012´er Version)! Auch beim Surfen (FF) hatte ich längere Seitenaufbau Zeiten.
Ich bin nun zurück zu Microsoft Security Esssentials&WOT für Firefox. Und siehe da, der Laptop bootet wieder fix, und fährt schneller runter. Ich belasse es beid er Konstallation, außerdem wird ja bald MSE Version 4 erscheinen, mitvielen Verbesserungen.
Ich habe schon überlegt, Arbeitsumgebung und Internetumgebung komplett zu trennen und auf Schutzprogramme komplett zu verzichten. Leider sind die Internetfeatures inzwischen doch zu verzahnt, dass man mit eine extra physischen oder einer virtuellen Maschine im Fenster zurechtkommt.
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht mit diversen Virenscannern. Allerdings ist meiner Erfahrung nach der MSE so ziemlich einer der grössten Performance-Bremsen. Ich dachte auch, dass er sich als MS-Produkt ja relativ problemlos integrieren müsste, und installierte ihne relativ sorglos auf vielen meiner «Privatkunden»-Kisten. Fast alle klagten früher oder später über sporadisch auftretende Performance-Probleme, welche ich reproduzierbar dem MSE anhängen konnte, selbst auf neueren Kisten. Seitdem gibt es bei mir z. Z. keine Alternative zum kostenlosen Avast. Von den kostenpflichtigen bin ich bei NOD32 hängen geblieben, nachdem Kaspersky und F-Secure im Laufe der Jahre immer träger und unbenutzbarere Monster wurden. Über Avira braucht man gar nicht nachdenken; die Erkennungsleistung ist so lala, aber hat mal jemand versucht, mit dem Ding wirklich was zu entfernen? So gut wie unmöglich. Daher meine momentane Empfehlung Avast bzw. NOD32 (aber das ändert sich ja erfahrungsgemäss alle paar Monate :-))
Bis vor einigen Jahren hielt ich den Einsatz von möglichst umfangreichen «Security-Suiten» für sinnvoll. Mal abgesehen vom Performance-Verlust haben die aber noch andere Nachteile. Mittlerweile reicht eine gute Antiviren-Software aus. Seit Vista/7 hat Windows eine durchaus brauchbare Firewall an Board. Zusätzlich dazu arbeitet in jedem gängigen DSL-Router eine Firewall mit IDS, DDoS-Erkennung, Mac-Filter, usw. Da bedarf es eigentlich keiner zusätzlichen Software-Firewall mehr.
Von Avira als kostenloser Virenscanner bin ich mittlerweile abgekommen. Ich habe schon diverse Probleme damit gehabt bzw. bei Bekannten gesehen. Auch das Werbefenster, das man unter Vista/7 nicht mehr so leicht deaktivieren kann, nervt. Ja ich weiß, kostenlos ist eben nicht immer umsonst. Aber die Konkurrenz zeigt, dass es auch anders geht. Deshalb bin ich auf Avast Free umgestiegen. Bietet mehr, arbeitet schneller und belastet das System weniger. So zumindest mein bisheriger Eindruck.
Also mit MSE bin ich 100%ig zufrieden. Ist null aufdringlich und frisst weit weniger Ressourcen als manch anderer Virenschutz — bei mir jedenfalls.
Jeffrey belehre mich eines besseren, aber es heisst Norton mit o oder?
Das Schei**ding hat damals mein Vista (!) so saumässig ausgebremst, dass war nicht mehr schön. Naja seit der ersten Beta bin ich zufriedener MSE-User :)
Beste Grüsse ;)
PS: Offtopic: wie gefällt dir das «ß»/wie findest du es, das nicht zu benutzen? Ihr in FL seit ja schweizerisch unterwegs — glaube ich…