Backup im Bankschliessfach?

22.01.2012 | 21 Kommentare | Jeffrey

In mei­nem Bei­trag zum Thema Erwar­tun­gen an eine Backup Soft­ware hat unter ande­rem Gre­gor einen Kom­men­tar abge­ge­ben und erwähnt, dass das Lagern von Back­ups in einem Bank­schliess­fach eine inter­es­sante Mög­lich­keit ist.

Dies als externe Daten­si­che­rung um sich bzw. seine Daten vor Brän­den, Dieb­stahl oder ähnli­chen Sze­na­rien absi­che­ren zu kön­nen. Als ein­fa­che Alter­na­tive zu der nicht sel­ten skep­tisch ange­se­he­nen Option Back­ups direkt bei einem Anbie­ter in der Cloud abzulegen.

Eck­hard R. unter CC BY-SA 2.0

Ich kenne die Ange­bote von Ban­ken aus dem Aus­land nicht, bei uns in Liech­ten­stein bekommt man sol­che Bank­schliess­fä­cher im A4 For­mat und rund 5cm Höhe bereits für unter 100 CHF pro Jahr. Darin kann man dann seine Backup-Medien wie externe Fest­plat­ten, USB-Sticks oder auch Backup-Tapes able­gen. Wenn man dann bei­spiels­weise nur eine externe Fest­platte darin able­gen möchte, hat man immer noch genug Platz um andere Gegen­stände, etwa wich­tige Doku­mente oder Edel­me­talle darin abzulegen.

Nach­teil: Im Gegen­satz zu auto­ma­ti­sier­ten Lösun­gen muss man die Daten­trä­ger manu­ell aus­tau­schen und bei der Bank vor­bei brin­gen. Pas­send als Archiv-Lösung oder ein­fach für den Fall der Fälle.

Das Ganze eig­net sich in mei­nen Augen für KMUs aber auch Pri­vat­per­so­nen. Eine Pri­vat­per­son kann eher mal noch einen Daten­ver­lust ver­kraf­ten, aber was ist heut­zu­tage schon eine Firma ohne Daten?

Nutzt jemand von euch für sich oder sein Unter­neh­men ein sol­ches (Bank-)Schliessfach als exter­nes Backup? Oder doch eher Backup in der Cloud oder bei Bekann­ten via NAS?

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21 Kommentare

  1. Stefan M. (22/01/2012) Antworten

    Wenn eine Siche­rung nicht auto­ma­ti­siert abläuft, wird irgend­wann das Backup nicht regel­mäs­sig gemacht, ein­fach aus der Faul­heit der Per­so­nen heraus.

    Daher wird dies schei­tern. Wei­ter­hin eine HD müsste mind. 1 Mal im Jahr lau­fen für eine ZEit, damit diese nicht defekt geht, also Lang­zeit­la­ge­rung fällt auch weg.

    Cloud ist genauso keine Backup Alter­na­tive für mich, aus­ser man will nicht genau wis­sen wo die Daten lie­gen und wie sicher sie sind.
    Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied.

    Also ver­kauft man eine Wolke und macht keine Anga­ben nur Ver­spre­chen… Man hats bei Ama­zon S3 gesehen…

    • Jeffrey (23/01/2012)

      Was ist denn für dich eine sinn­volle Alter­na­tive zu den von mir genann­ten Mög­lich­kei­ten? Oder ver­zich­test du gene­rell auf ein «exter­nes» Backup?

  2. Stefan (22/01/2012) Antworten

    Ich sehe das Pro­blem ähnlich: Das Schließ­fach will immer hän­disch neu ein­ge­spielt wer­den und muss immer aus­ge­tauscht wer­den. Das wäre mir schon wie­der zu viel Auf­wand, nach der Arbeit noch Backup manu­ell machen zu müs­sen oder zumin­dest die Fest­platte durch zu tau­schen.
    Bei mir wird das Backup ja auto­ma­tisch per Linux Script auf eine externe Platte kopiert, die müsste ich dann ja jedes mal zusätz­lich Moun­ten und Unmoun­ten. Das würde ich auch nicht wol­len.
    Back­ups soll­ten wirk­lich voll auto­ma­tisch ablau­fen. Ggf. dann auf einen exter­nen Spei­cher ala Cloud.

  3. maTTes (22/01/2012) Antworten

    Um mal wie­der auf das Thema NAS zu kom­men, ich denke auch dar­über nach mir eins zuzu­le­gen, aber wirk­lich als rei­ner Netz­werk­spei­cher (kein sons­ti­ger Schnör­kel), am bes­ten per Frei­gabe erreich­bar.
    Hat da wer was zu empfehlen?

    • Jeffrey (23/01/2012)

      Im Bereich NAS kann ich Syn­o­logy sehr emp­feh­len. Ein­mal ein­rich­ten und es läuft sehr zuver­läs­sig. Preis­lich dafür eher in der obe­ren Klasse.

      Als Alter­na­tive wäre Fre­e­NAS (für die eigene Hard­ware) zu emp­feh­len. Hier musst du das kom­plette Sys­tem dann aber auch sel­ber War­ten und Aktualisieren.

      Du fin­dest hier im Blog auch den einen oder ande­ren Bei­trag zu den erwähn­ten The­men Syn­o­logy und FreeNAS.

    • maTTes (23/01/2012)

      Schade, ich kann gar nicht auf eine Ant­wort ant­wor­ten ;-)
      Ja die Syn­o­logy find ich auch erst recht anspre­chend, bis ich den Preis gese­hen habe :-)
      Für ein ein­fa­ches NAS für mein Nut­zen ist sowohl diese Vari­ante als auch ein kom­plett eige­nes Sys­tem mit Fre­e­NAS over­powered. Daher suche ich zur Zeit ein­fach ein klei­nes Teil für mein Son­nen­sys­tem zuhause ;-)

    • mega (24/01/2012)

      Syn­o­logy ist auch nicht «nur» ein NAS.
      Aber die aktu­el­len J-Modelle sind schon recht güns­tig, und als rei­nes Backup auch aus­rei­chend, sofern da nicht täg­lich viele GB über­tra­gen wer­den sol­len.
      Man sollte jedoch keine zu alten gebrauch­ten neh­men, min­des­tens 09 sollte es schon sein.

      Billig-NAS sind dage­gen nicht zu emp­feh­len, die sind eben nur bil­lig aber nicht wirk­lich günstiger.

    • mega (24/01/2012)

      Dazu ne 1 TB oder 2TB WD Caviar Green und du hast es.
      Das Foto stimmt gefühlt nicht bei GH, macht aber nix

  4. Quimby (22/01/2012) Antworten

    Wir machen das immer noch so (ein­mal im Monat ins Schliess­fach). Wenn wir ne bes­sere Lei­tung hät­ten, würde ich das am liebs­ten als ver­schlüs­sel­tes Blob irgendwo hinschieben.

    Dass man ne Fest­platte 1x im Jahr lau­fen las­sen muss, damit sie nicht defekt geht, halt ich ja mal für ziem­lich unglaub­wür­di­ges Gerücht.

  5. mega (23/01/2012) Antworten

    Die Bank muss dazu aber wirk­lich gut in der Nähe sein, oder man muss sonst­wie regel­mä­ßig vor­bei­kom­men, um die Fest­plat­ten zu tau­schen. Sonst wird man es nicht oft genug machen…
    Ich hatte diese Über­le­gung auch, dann kam aber Strato HiDrive.

    Vor­teil der Bank ist aber: Der Zugriff ist für Kri­mi­nelle nicht so leicht mög­lich wie z.b. bei einer gestoh­le­nen Syn­o­logy, auf der die Zugangs­da­ten gespei­chert sind. Dort würde ja schon rei­chen, wenn der Dieb diese direkt für sich nutzt und daher meine Daten gegen seine ersetzt.Beim Backup-Lauf wären die dann auch bei HiD­rive weg. Glei­ches gilt für Feh­ler, wenn man unge­wollt alles löscht und das zu lange unbe­merkt bleibt.

    Daher sollte man immer ein exter­nes Backup (HiD­rive, Bank) und ein Offline-Backup (im Nor­mal­fall nicht ans System/Netzwerk ange­schlos­sen) haben. Auch wenn die Bank bei­des ver­eint, darf das dann aber nicht das ein­zige Backup sein. Man braucht meh­rere Ver­sio­nen an ver­schie­de­nen Orten.

    Ich habe dazu zusätz­lich externe 2,5″ Plat­ten, auf die monat­lich gesi­chert wird.

    • Jeffrey (23/01/2012)

      Gebe ich dir Recht! Ein Offline-Backup darf nie das ein­zige Backup sein, son­dern nur als zusätz­li­ches Backup die­nen. Eben auch bei bei­spiels­weise dem von dir genann­ten Fall, dass man Daten aus ver­se­hen über­schreibt oder löscht.

  6. Thomas Baumann (23/01/2012) Antworten

    *lach*

    Bank­raub 2.0:
    Scheiß auf das Geld, ich will die Fest­platte aus Schließ­fach #123456 :D
    Grade bei den heu­ti­gen Fest­plat­ten­prei­sen gar­nicht zu abwä­gig :D

    Nein, also Bank­schließ­fach? Auch wenn ich jetzt nicht weiß wie viel 100 chf sind, schon 5€/Jahr wäre mir zu viel. Wenn die Daten so sen­si­bel sind ver­schlüs­seln. Und was hin­dert einen daran die Daten an einem ande­ren Ort auf­zu­be­wah­ren? Die Schrank­schub­lade bei der Oma, die Kom­mode der Schwie­ger­mut­ter, … Da gehts meißt gra­tis und das för­dert sogar noch das echte Sozi­al­le­ben (soziale Netz­werke waren hier also nicht gemeint) ;)

    Ich finde es immer noch anders am Sinn­volls­ten … Der USB Stick am Schlüs­sel­bund, die SD Karte in der Geld­börse, … Hat man ja immer am Mann, wenn das ver­brennt ver­brennt man sel­ber auch und dann ist eh alles egal.

    Any­way @Jeffrey: Warum ist hier eigent­lich nichts über den wohl größ­ten Streik der Inter­net­ge­schichte zu lesen? :P
    Ver­wun­dert mich etwas.

    • Jeffrey (23/01/2012)

      Schluss­end­lich muss jeder die für sich opti­male Lösung fin­den. Auch wenn meine Sticks in der Regel ver­schlüs­selt sind, möchte ich nicht unbe­dingt alle meine Daten jeweils mit mir herum tra­gen. Zumal so ein Stick gerne mal ver­lo­ren geht.

      Bezüg­lich dem «wohl größ­ten Streik der Inter­net­ge­schichte»: Habe mich aus Zeit­grün­den zu wenig damit aus­ein­an­der gesetzt. Es wurde aber dafür ja in genug ande­ren Medien dis­ku­tiert. Hätte daher wohl auch nur das schrei­ben kön­nen, was eh schon jeder gele­sen hat.

  7. mega (23/01/2012) Antworten

    Die Fest­plat­ten­preise sind doch schon wie­der «nor­ma­ler» gewor­den.
    Und ver­gli­chen mit HiD­rive (noch die güns­tigste Mög­lich­keit) kommt ein Bank­schließ­fach ähnlich.

    USB-Stick hätte was, wenn die 1 TB Modelle lang­sam kom­men…
    Aber sucht man noch die Schlüs­sel, wenn man bei Feuer grade zuhause ist?

    Da der Inter­net­streik ja hin­rei­chend bekannt ist, bin ich eigent­lich froh, das das nicht auch noch in jedem Privat-Blog breit­ge­tre­ten wird.

    • Thomas Baumann (23/01/2012)

      1TB Modelle… Das Betriebs­sys­tem mit allen Daten wie Fil­men und Musik muss man ja nicht so sichern :)
      Für die wich­tigs­ten Daten reicht das aber locker aus. Eigene Dateien etc.
      Wage auch zu bezwei­feln dass du gerne 1TB ins Inter­net hoch schau­feln wür­dest ;)
      Wenn das Backup fer­tig ist sind die Daten schon veraltet.

      Und wenns brennt würde ich immer den Schlüs­sel mit neh­men. Wenn ich zuhause bin steckt der immer in der Tür und zu 99% ist (aus Gewohn­heit) abge­schlos­sen. Ich hab also garkeine andere Wahl :)

  8. firma: da haben wir 3 ser­ver­räume die per­ma­nent sich abglei­chen. fällt der mas­ter aus, macht der slave wei­ter. hat der slave pro­bleme, macht der backup wei­ter. das ganze auf einem nas mit momen­tan 16tb.

    pri­vat:
    wie beschrie­ben lan­den meine back­ups 2x im jahr im bun­ker (ein etwas grös­se­res schliessfach)

    http://ubuntublog.ch/allgemein/wie-ich-arbeite

  9. mega (23/01/2012) Antworten

    Mein der­zei­ti­ges Online­backup sind 250 GB. Dau­ert beim ers­ten mal etwas mehr als nen hal­ben Monat. Die dann 3tägigen Back­ups sind dann nicht mehr viel.
    Und sofern ich hier Glas­fa­ser bekomme (ent­schei­det sich im Som­mer), kann ich noch ein wenig mehr sichern…
    Über­le­bens­wich­tig sind zwar zusam­men­ge­tra­gene Soft­ware, Trei­ber, Anlei­tun­gen und die Musik­samm­lung nicht, die Wie­der­be­schaf­fung ist aber auf­wän­dig bis unmöglich.

    Der Schlüs­sel liegt bei mir neben Bett, da kommt man nicht so ein­fach bei wenn man nicht eh im Raum ist.

  10. Robert Hillier (23/01/2012) Antworten

    Siche­rung, ist doch nicht nötig. Habe einen Mac. :-)

    Ich sichere auf eine externe USB das ganze System.

    Die Doku­mente wer­den über Drop­box auf 7 Rech­ner ver­teilt. (auch außer Haus) und per sync auf ein NAS-Server.
    Reine Daten sind es nur ca. 300 MB.

    Bil­der u. ähnli­ches sind im Extrem­fall viel­leicht weg.

    Robert

  11. BabisM (25/01/2012) Antworten

    Hallo Jef­frey

    Ich mach das schon fast bald 10 Jah­ren — Meine 2.5″ Fest­platte ins Geschäft mit­neh­men.
    Ein­mal im Quar­tal nehme ich die nach Hause und spiel das neuste Backup drauf.

    Für Pri­vat­per­son reicht das völ­lig aus…

    Auch eine Pri­vat­per­son kann heute einen kom­plet­ten Daten­ver­lust nicht ver­kraf­ten — Die die Kin­der hier haben wie­sen um was es geht.

    Bil­li­ger geht es nicht…

    Gruss
    Babis

  12. Marcel (12/05/2012) Antworten

    Dar­über habe ich mir auch schon oft Gedan­ken gemacht! Der Fest­platte im Sys­tem alleine ver­traue ich schon lange nicht mehr! Mitt­ler­weile sichere ich mir meine Daten auf mei­ner Syn­o­logy mit Raid-Festplattenverbund (DS212+) und lasse ein­mal wöchent­lich ein Backup auf eine externe Fest­platte anfertigen.

    Ein Hardware-Defekt dürfte mich also nicht mehr aus die Ruhe brin­gen, aber da sich alles in einem Raum befin­det, könnte ein Brand bei­spiels­weise fatale Fol­gen für meine Daten – ins­be­son­dere den vie­len Erin­ne­rungs­fo­tos – haben. Ein Bank­schließ­fach mag sicher­lich eine Nette Idee sein, doch mal im ernst, wie oft macht man sich dann wirk­lich die Mühe, die Platte her­aus­zu­neh­men, ein neues Backup auf­zu­spie­len und wie­der ein­zu­schlie­ßen? Der Cloud-Server ist in mei­nen Augen daher die „bes­sere“ Lösung, ins­be­son­dere wenn er mit der Syn­o­logy har­mo­niert. Lei­der wird es recht kost­spie­lig, spricht man nicht nur von Giga– son­dern Tera­byte die man sichern will.

    Zukünf­tig werde ich mir daher eine zweite (klei­nere) DiskSta­tion zwei Stock­werke tie­fer in den Kel­ler stel­len und dar­auf hof­fen, dass sollte es mal bren­nen oder der­glei­chen, nicht gleich das kom­plette Haus erwischt. :-)

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