In meinem Beitrag zum Thema Erwartungen an eine Backup Software hat unter anderem Gregor einen Kommentar abgegeben und erwähnt, dass das Lagern von Backups in einem Bankschliessfach eine interessante Möglichkeit ist.
Dies als externe Datensicherung um sich bzw. seine Daten vor Bränden, Diebstahl oder ähnlichen Szenarien absicheren zu können. Als einfache Alternative zu der nicht selten skeptisch angesehenen Option Backups direkt bei einem Anbieter in der Cloud abzulegen.
Ich kenne die Angebote von Banken aus dem Ausland nicht, bei uns in Liechtenstein bekommt man solche Bankschliessfächer im A4 Format und rund 5cm Höhe bereits für unter 100 CHF pro Jahr. Darin kann man dann seine Backup-Medien wie externe Festplatten, USB-Sticks oder auch Backup-Tapes ablegen. Wenn man dann beispielsweise nur eine externe Festplatte darin ablegen möchte, hat man immer noch genug Platz um andere Gegenstände, etwa wichtige Dokumente oder Edelmetalle darin abzulegen.
Nachteil: Im Gegensatz zu automatisierten Lösungen muss man die Datenträger manuell austauschen und bei der Bank vorbei bringen. Passend als Archiv-Lösung oder einfach für den Fall der Fälle.
Das Ganze eignet sich in meinen Augen für KMUs aber auch Privatpersonen. Eine Privatperson kann eher mal noch einen Datenverlust verkraften, aber was ist heutzutage schon eine Firma ohne Daten?
Nutzt jemand von euch für sich oder sein Unternehmen ein solches (Bank-)Schliessfach als externes Backup? Oder doch eher Backup in der Cloud oder bei Bekannten via NAS?


Wenn eine Sicherung nicht automatisiert abläuft, wird irgendwann das Backup nicht regelmässig gemacht, einfach aus der Faulheit der Personen heraus.
Daher wird dies scheitern. Weiterhin eine HD müsste mind. 1 Mal im Jahr laufen für eine ZEit, damit diese nicht defekt geht, also Langzeitlagerung fällt auch weg.
Cloud ist genauso keine Backup Alternative für mich, ausser man will nicht genau wissen wo die Daten liegen und wie sicher sie sind.
Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied.
Also verkauft man eine Wolke und macht keine Angaben nur Versprechen… Man hats bei Amazon S3 gesehen…
Was ist denn für dich eine sinnvolle Alternative zu den von mir genannten Möglichkeiten? Oder verzichtest du generell auf ein «externes» Backup?
Ich sehe das Problem ähnlich: Das Schließfach will immer händisch neu eingespielt werden und muss immer ausgetauscht werden. Das wäre mir schon wieder zu viel Aufwand, nach der Arbeit noch Backup manuell machen zu müssen oder zumindest die Festplatte durch zu tauschen.
Bei mir wird das Backup ja automatisch per Linux Script auf eine externe Platte kopiert, die müsste ich dann ja jedes mal zusätzlich Mounten und Unmounten. Das würde ich auch nicht wollen.
Backups sollten wirklich voll automatisch ablaufen. Ggf. dann auf einen externen Speicher ala Cloud.
Um mal wieder auf das Thema NAS zu kommen, ich denke auch darüber nach mir eins zuzulegen, aber wirklich als reiner Netzwerkspeicher (kein sonstiger Schnörkel), am besten per Freigabe erreichbar.
Hat da wer was zu empfehlen?
Im Bereich NAS kann ich Synology sehr empfehlen. Einmal einrichten und es läuft sehr zuverlässig. Preislich dafür eher in der oberen Klasse.
Als Alternative wäre FreeNAS (für die eigene Hardware) zu empfehlen. Hier musst du das komplette System dann aber auch selber Warten und Aktualisieren.
Du findest hier im Blog auch den einen oder anderen Beitrag zu den erwähnten Themen Synology und FreeNAS.
Schade, ich kann gar nicht auf eine Antwort antworten ;-)
Ja die Synology find ich auch erst recht ansprechend, bis ich den Preis gesehen habe :-)
Für ein einfaches NAS für mein Nutzen ist sowohl diese Variante als auch ein komplett eigenes System mit FreeNAS overpowered. Daher suche ich zur Zeit einfach ein kleines Teil für mein Sonnensystem zuhause ;-)
Synology ist auch nicht «nur» ein NAS.
Aber die aktuellen J-Modelle sind schon recht günstig, und als reines Backup auch ausreichend, sofern da nicht täglich viele GB übertragen werden sollen.
Man sollte jedoch keine zu alten gebrauchten nehmen, mindestens 09 sollte es schon sein.
Billig-NAS sind dagegen nicht zu empfehlen, die sind eben nur billig aber nicht wirklich günstiger.
also wäre ich mit diesem hier ausreichen bedient oder?
http://geizhals.at/de/478992
Dazu ne 1 TB oder 2TB WD Caviar Green und du hast es.
Das Foto stimmt gefühlt nicht bei GH, macht aber nix
Wir machen das immer noch so (einmal im Monat ins Schliessfach). Wenn wir ne bessere Leitung hätten, würde ich das am liebsten als verschlüsseltes Blob irgendwo hinschieben.
Dass man ne Festplatte 1x im Jahr laufen lassen muss, damit sie nicht defekt geht, halt ich ja mal für ziemlich unglaubwürdiges Gerücht.
Die Bank muss dazu aber wirklich gut in der Nähe sein, oder man muss sonstwie regelmäßig vorbeikommen, um die Festplatten zu tauschen. Sonst wird man es nicht oft genug machen…
Ich hatte diese Überlegung auch, dann kam aber Strato HiDrive.
Vorteil der Bank ist aber: Der Zugriff ist für Kriminelle nicht so leicht möglich wie z.b. bei einer gestohlenen Synology, auf der die Zugangsdaten gespeichert sind. Dort würde ja schon reichen, wenn der Dieb diese direkt für sich nutzt und daher meine Daten gegen seine ersetzt.Beim Backup-Lauf wären die dann auch bei HiDrive weg. Gleiches gilt für Fehler, wenn man ungewollt alles löscht und das zu lange unbemerkt bleibt.
Daher sollte man immer ein externes Backup (HiDrive, Bank) und ein Offline-Backup (im Normalfall nicht ans System/Netzwerk angeschlossen) haben. Auch wenn die Bank beides vereint, darf das dann aber nicht das einzige Backup sein. Man braucht mehrere Versionen an verschiedenen Orten.
Ich habe dazu zusätzlich externe 2,5″ Platten, auf die monatlich gesichert wird.
Gebe ich dir Recht! Ein Offline-Backup darf nie das einzige Backup sein, sondern nur als zusätzliches Backup dienen. Eben auch bei beispielsweise dem von dir genannten Fall, dass man Daten aus versehen überschreibt oder löscht.
*lach*
Bankraub 2.0:
Scheiß auf das Geld, ich will die Festplatte aus Schließfach #123456 :D
Grade bei den heutigen Festplattenpreisen garnicht zu abwägig :D
Nein, also Bankschließfach? Auch wenn ich jetzt nicht weiß wie viel 100 chf sind, schon 5€/Jahr wäre mir zu viel. Wenn die Daten so sensibel sind verschlüsseln. Und was hindert einen daran die Daten an einem anderen Ort aufzubewahren? Die Schrankschublade bei der Oma, die Kommode der Schwiegermutter, … Da gehts meißt gratis und das fördert sogar noch das echte Sozialleben (soziale Netzwerke waren hier also nicht gemeint) ;)
Ich finde es immer noch anders am Sinnvollsten … Der USB Stick am Schlüsselbund, die SD Karte in der Geldbörse, … Hat man ja immer am Mann, wenn das verbrennt verbrennt man selber auch und dann ist eh alles egal.
Anyway @Jeffrey: Warum ist hier eigentlich nichts über den wohl größten Streik der Internetgeschichte zu lesen? :P
Verwundert mich etwas.
Schlussendlich muss jeder die für sich optimale Lösung finden. Auch wenn meine Sticks in der Regel verschlüsselt sind, möchte ich nicht unbedingt alle meine Daten jeweils mit mir herum tragen. Zumal so ein Stick gerne mal verloren geht.
Bezüglich dem «wohl größten Streik der Internetgeschichte»: Habe mich aus Zeitgründen zu wenig damit auseinander gesetzt. Es wurde aber dafür ja in genug anderen Medien diskutiert. Hätte daher wohl auch nur das schreiben können, was eh schon jeder gelesen hat.
Die Festplattenpreise sind doch schon wieder «normaler» geworden.
Und verglichen mit HiDrive (noch die günstigste Möglichkeit) kommt ein Bankschließfach ähnlich.
USB-Stick hätte was, wenn die 1 TB Modelle langsam kommen…
Aber sucht man noch die Schlüssel, wenn man bei Feuer grade zuhause ist?
Da der Internetstreik ja hinreichend bekannt ist, bin ich eigentlich froh, das das nicht auch noch in jedem Privat-Blog breitgetreten wird.
1TB Modelle… Das Betriebssystem mit allen Daten wie Filmen und Musik muss man ja nicht so sichern :)
Für die wichtigsten Daten reicht das aber locker aus. Eigene Dateien etc.
Wage auch zu bezweifeln dass du gerne 1TB ins Internet hoch schaufeln würdest ;)
Wenn das Backup fertig ist sind die Daten schon veraltet.
Und wenns brennt würde ich immer den Schlüssel mit nehmen. Wenn ich zuhause bin steckt der immer in der Tür und zu 99% ist (aus Gewohnheit) abgeschlossen. Ich hab also garkeine andere Wahl :)
firma: da haben wir 3 serverräume die permanent sich abgleichen. fällt der master aus, macht der slave weiter. hat der slave probleme, macht der backup weiter. das ganze auf einem nas mit momentan 16tb.
privat:
wie beschrieben landen meine backups 2x im jahr im bunker (ein etwas grösseres schliessfach)
http://ubuntublog.ch/allgemein/wie-ich-arbeite
Mein derzeitiges Onlinebackup sind 250 GB. Dauert beim ersten mal etwas mehr als nen halben Monat. Die dann 3tägigen Backups sind dann nicht mehr viel.
Und sofern ich hier Glasfaser bekomme (entscheidet sich im Sommer), kann ich noch ein wenig mehr sichern…
Überlebenswichtig sind zwar zusammengetragene Software, Treiber, Anleitungen und die Musiksammlung nicht, die Wiederbeschaffung ist aber aufwändig bis unmöglich.
Der Schlüssel liegt bei mir neben Bett, da kommt man nicht so einfach bei wenn man nicht eh im Raum ist.
Sicherung, ist doch nicht nötig. Habe einen Mac. :-)
Ich sichere auf eine externe USB das ganze System.
Die Dokumente werden über Dropbox auf 7 Rechner verteilt. (auch außer Haus) und per sync auf ein NAS-Server.
Reine Daten sind es nur ca. 300 MB.
Bilder u. ähnliches sind im Extremfall vielleicht weg.
Robert
Hallo Jeffrey
Ich mach das schon fast bald 10 Jahren — Meine 2.5″ Festplatte ins Geschäft mitnehmen.
Einmal im Quartal nehme ich die nach Hause und spiel das neuste Backup drauf.
Für Privatperson reicht das völlig aus…
Auch eine Privatperson kann heute einen kompletten Datenverlust nicht verkraften — Die die Kinder hier haben wiesen um was es geht.
Billiger geht es nicht…
Gruss
Babis
Darüber habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht! Der Festplatte im System alleine vertraue ich schon lange nicht mehr! Mittlerweile sichere ich mir meine Daten auf meiner Synology mit Raid-Festplattenverbund (DS212+) und lasse einmal wöchentlich ein Backup auf eine externe Festplatte anfertigen.
Ein Hardware-Defekt dürfte mich also nicht mehr aus die Ruhe bringen, aber da sich alles in einem Raum befindet, könnte ein Brand beispielsweise fatale Folgen für meine Daten – insbesondere den vielen Erinnerungsfotos – haben. Ein Bankschließfach mag sicherlich eine Nette Idee sein, doch mal im ernst, wie oft macht man sich dann wirklich die Mühe, die Platte herauszunehmen, ein neues Backup aufzuspielen und wieder einzuschließen? Der Cloud-Server ist in meinen Augen daher die „bessere“ Lösung, insbesondere wenn er mit der Synology harmoniert. Leider wird es recht kostspielig, spricht man nicht nur von Giga– sondern Terabyte die man sichern will.
Zukünftig werde ich mir daher eine zweite (kleinere) DiskStation zwei Stockwerke tiefer in den Keller stellen und darauf hoffen, dass sollte es mal brennen oder dergleichen, nicht gleich das komplette Haus erwischt. :-)