Daten speichern? Aber richtig, damit du sie wieder findest!

07.08.2011 | 8 Kommentare | Jeffrey

Nun, Spei­cher­platz war ein­mal teuer, heute sieht das anders aus. Wir bekom­men Fest­plat­ten zu Spott­prei­sen in jedem grös­se­ren Waren­ge­schäft. Da lie­gen dann schnell einige Tera­byte an Spei­cher­platz im Bud­get und für das Backup reicht es auch noch. Ist ja auch rich­tig so.

Genau aus dem Grund, dass man sich keine Sor­gen mehr über «zu wenig Spei­cher­platz vor­han­den» machen muss, fängt man dann aber auch an seine Daten nicht mehr zu löschen son­dern zu Archi­vie­ren wo nur mög­lich. Man weiss ja nie, ob man sie mal wie­der benötigt.

Nur, das Pro­blem hat sich heute in eine ganz andere Rich­tung ent­wi­ckelt. Man hat grund­sätz­lich zu viel Spei­cher­platz! Die Multimedia-Freaks und andere Speicher-Intensive Arbei­ten jetzt mal ausgeschlossen.

Wenn man dann mal ein bestimm­tes Doku­ment benö­tigt, ist der grosse Daten-Umfang hin­der­lich. Mehr oder weni­ger geht es dann in die Rich­tung «Nadel im Heu­hau­fen». Man fin­det das Doku­ment schlicht nicht!

Diese Fehlermeldung muss nicht sein. Vorher überlegen!

Was kann man machen? Mög­lich­kei­ten gibt es ver­schie­dene — man muss sie nur kon­se­quent umset­zen und nicht immer mal wie­der zur nächs­ten Stra­te­gie wech­seln, was ja im heu­ti­gen Business-Leben sehr gerne gemacht wird…

Daher möchte ich hier im Bei­trag und ihr in den Kom­men­ta­ren Tipps sam­meln, wie man seine Daten so spei­chern kann, damit man eben genau das eine Doku­ment auch in eini­gen Monaten/Jahren wie­der findet.

  • Ord­ner­struk­tur zen­tral an einem Ort aufbauen
  • Fla­che Ord­ner­struk­tur erstellen
  • Ord­ner und ein­zelne Dateien sinn­voll benennen
  • Zusam­men­ge­hö­rende Dateien in einem Ord­ner ablegen
  • Nach The­men ord­nen: Schule, Arbeit, Privat, …
  • Tags inner­halb von Doku­men­ten ein­fü­gen. Sol­che, nach denen man zum Fin­den des Doku­ments suchen würde
  • Für Bilder-Alben / Unter­ord­ner ein Inhalts­ver­zeich­nis mit Tags / Beschrei­bung zu jedem Album erstellen
  • Nicht nur archi­vie­ren son­dern auch mal löschen
  • Bei exter­nen Fest­plat­ten oder CDs eine «inhalt.txt» erstel­len um den Über­blick zu bewahren

Da man spe­zi­ell öfters Mails wie­der sucht sollte man sich hier nach einer Lösung zum Archi­vie­ren umschauen. Ich ver­wende bei­spiels­weise MailS­tore Home. Dient zudem als Backup der Mails. In vie­len Fäl­len kommt jedoch auch ein­fach die interne Google Mail Suche zum Ein­satz. Hin­sicht­lich der Per­for­mance nicht mit Out­look und co. zu vergleichen.

Ähnli­ches kann man nicht nur bei all­ge­mei­nen Dateien oder Mails anwen­den. Auch sinn­voll bei Lese­zei­chen, Ein­trä­gen in der Pass­wort­da­ten­bank oder sei­nen ToDo-/Notizlisten. Hier hilft es zudem sich auf wenige Tools zu beschrän­ken.

Nun, da dies hier eine all­ge­meine Tipp-Sammlung wer­den soll, inter­es­sie­ren mich eure Ansätze / Stra­te­gien für die Spei­che­rung, Archi­vie­rung und Suche von Daten.

Wie sieht euer Sys­tem aus? Was ver­wen­det ihr für Tricks? Wel­chen Ansät­zen geht ihr nach? Kom­men zusätz­li­che Tools zum Einsatz?

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8 Kommentare

  1. karoc (08/08/2011) Antworten

    Gute Sache! Bin gespannt was kommt!

    Ich sel­ber habe mir eine feste Backup «Struk­tur» zuge­legt, wo meine Daten The­ma­tisch geord­net sind und ver­wende die ein­fach immer wie­der. Das erfor­dert zwar bei jeder Datei ein­ma­lig kurz ein paar Sekun­den sie ein­zu­ord­nen, hilft spä­ter aber ungemein.

    Für Pass­wör­ter, Mails, Kon­takte etc. hält die Cloud her.

  2. Tanja Handl (08/08/2011) Antworten

    Da sind ja schon ein paar gute Tipps da — sehr viel anders mach ich’s auch nicht.

    Ich halt’s grund­sätz­lich so:
    – alle Fest­plat­ten haben ein bestimm­ten Thema (Fotos, Videos, Musik, Uni­ver­si­tät,…)
    – Dateien, die ich mit jeman­dem teile, lan­den in den Google Docs (bzw. alles, was mit mei­nem Ehren­amt zu tun hat, auf der Drop­box)
    – the­ma­ti­sche Ord­ner und logi­sche Dateibenennung

    Auf Cds und DVDs fin­den sich bei mir nur noch Fotos und Videos — dafür gibts zwei .txts in mei­nen eige­nen Dateien mit Inhaltsverzeichnis.

    Suchen muss ich eigent­lich nie, weil die Pfade zu den Daten klar genug sind. Ein­zige Aus­nahme: Mails. Aber das ist sowohl bei GMail als auch Thun­der­bird zum Glück sehr gut gelöst. :-)

  3. mega (08/08/2011) Antworten

    Mails­tore hab ich auch.
    Ansons­ten lie­gen die wich­ti­gen Daten (Pro­gramme, Anlei­tun­gen, Trei­ber, Musik) pas­send sor­tiert auf dem NAS.
    Dort gibt es z.B. «Siche­rung» mit Unter­ord­ner «Pro­gramme» und «Hard­ware». Dort sind jeweils nach Name bzw Her­stel­ler Ord­ner die dann alles dazu nötige ent­hal­ten, also z.B. die Pro­gramme, Lizen­zen, gesi­cherte Einstellungen,…

    Für Musik gibts ent­spre­chend den Ord­ner Musik mit Unter­ord­nern «mp3» und «Hör­spiel». Hör­spiel ist zwar auch mp3 aber keine Musik, aber die Struk­tur hat sich eben so erge­ben und bleibt auch so.
    Hör­spiel teilt sich dann anhand /Serie/(Trennung je 100)/Folge/Dateien einer Folge.
    Musik teilt sich ein­fach in 6 Ord­ner anhand der Anfangs­buch­sta­ben. (ins­ge­samt ca 2300 Stü­cke)
    Diese Tren­nun­gen sind für den Squeezebox-Server bzw all­ge­mein für mp3-player um Pro­bleme mit zu lan­gen Lis­ten zu vermeiden.

    Dann gibts noch Frei­ga­ben wo der PC Eigene Dateien, Desk­top und Acro­nis hin­spei­chert.
    Note­book bleibt unge­si­chert, da ist ein­fach nichts wich­ti­ges drauf.

    Und dann noch ne Frei­gabe «Down­loads» wo sich ein­fach alles mög­li­che sammelt.

    Alles genannte außer Acro­nis wird zu Strato HiD­rive gesi­chert und ein­mal im Monat abwech­seln auf 2 USB-Platten.
    Sind ca 250 GB Umfang.

    Dann gibt es noch das 2te NAS.
    Dort ist ein­mal der Squeezebox-Server drauf und eine Kopie der Musik/Hörspiele die der Ser­ver ver­wen­det.
    Dann ein Video-Ordner, dort lan­den Video-Podcasts und TV-Aufnahmen. Die wer­den geguckt und gelöscht. Gesi­chert wirds nicht, so wich­tig sind Fern­seh­filme auch wie­der nicht…

  4. Thomas Baumann (08/08/2011) Antworten

    Manch­mal hilft es auch ein­fach die Anwen­dun­gen die man nutzt auch zu konfigurieren.

    Bei­spiel ein Kum­pel. Er hatte etwas run­ter gela­den was ich auch haben wollte. Ok, Netz­werk­frei­gabe kein Pro­blem. Das Datei fin­den dafür sehr. Nicht nur dass die Her­stel­ler von Soft­ware teil­weise sel­ten däm­li­che Namen ver­ge­ben (Setup.exe… Sinn­voll nur auf den ers­ten Blick. Weil Setup für WAS?, oder auch etwas aus dem Hause Micro­soft: windows6.1-KB976932-X64.exe. Na, was ist das? Rich­tig, das Ser­vice­Pack für Win­dows 7. Paar Tage spä­ter muss man goo­geln…)
    Dann noch die ver­schie­de­nen Down­load­ma­na­ger. Seit Win­dows Vista gibt es ja das Down­loads Ver­zeich­nis. Schön eigent­lich, nur hält sich keine andere Soft­ware dran. Da wird der Desk­top zuge­müllt oder mein per­sön­li­cher Favo­rit alles, aber WIRKLICH ALLES in Eigene Dateien spei­chern. Wenn man Glück hat erstellt die Soft­ware wenigs­tens noch einen Ordner.

    Denn noch die Sache, die Datei wurde frisch her­un­ter gela­den. Fein, aber das Ding der Begierde ist in soo­nem blö­dem Zip Archiv drin was erst ent­packt wer­den muss. Also ent­pa­cken, anschaun, ver­ges­sen. Und somit den Spei­cher 2x bele­gen, ein­mal für die Daten selbst, ein­mal für das Archiv. Wozu? Platz kos­tet ja nichts ^^

    Wenn ich mal Daten suchen muss, denn lie­gen die auf rela­tiv unsor­tier­ten Downloads-DVDs. Da muss ich denn im Höchst­fall 3 DVDs durch pro­bie­ren bis ich die Rich­tige gefun­den habe.

    Und weil du sie ansprichst: Ver­giss die Win­dows Suche mal lie­ber wie­der ;)
    Ich habe das sehr oft gehabt dass die schöne Win­dows Suche (ob mit oder mit ohne Index Dienst) nichts gefun­den hat, ein «Dir datei­name /s» in der Kom­man­do­zeile aber schon (dazu meißt noch schnel­ler). Von daher nicht nutz­bar, mei­ner Mei­nung nach.

    Die Men­schen müs­sen auf­hö­ren zu schlam­pen. Im ech­tem Leben klappt das ja auch, da bringt man mal den Müll run­ter (=nicht mehr benö­tigte Dateien löschen), man räumt die Kon­to­aus­züge in den Ord­ner Kon­to­aus­züge damit sie nicht mehr zwi­schen den Zei­tun­gen liegen, …

    Würde man das reflek­tie­ren wie viele Leute mit ihren digi­ta­len Daten umge­hen und das auf das echte Leben pro­je­zie­ren, ich kenn viele die müss­ten jeden Monat ein neues Zim­mer anbauen nur um den Müll zu horten.

    Aber auf­räu­men kos­tet wohl mehr als ne neue Platte ^^»

  5. mega (08/08/2011) Antworten

    Pro­blem ist nur, das nor­male Papier­körbe über­lau­fen, der von Win­dows aber nicht…

    Ja war das in XP noch schön, ne Win­dows­su­che wo was findet.

  6. Jeffrey (09/08/2011) Antworten

    Bin sel­ber auch nicht so der Fan der Win­dows Suche. Ver­wende sie auch nur dann, wenn es gerade nicht anders geht. Finde sie sehr lang­sam und nicht wirk­lich schön gelöst.

    Daher kommt es auf jeden Fall gut, wenn man zumin­dest weiss in wel­chem Ord­ner sich ein Doku­ment befin­det. Spricht für eine ange­passte Ordnerstruktur.

  7. Andi (10/08/2011) Antworten

    Ich habe mei­nen Ord­nern Num­mern ver­ge­ben und archi­viere alles digi­tal. Jeder Schrift­ver­kehr wird ein­ge­scannt und abge­legt. So hat als Bei­spiel der Ord­ner (auf der Fest­platte) Ver­si­che­run­gen eine bestimmte Num­mer, die mit dem pas­sen­den (Papier-)Ordner im Regal. So weiß ich gleich in wel­chem Ord­ner ich suchen muss. Das mal als Ver­gleich «digi­tal zu ana­log» ;-)
    Die Ord­ner­struk­tur wird 1:1 auf ver­schie­de­nen Back­u­p­sys­te­men gesi­chert. So finde ich immer alles am glei­chen Ort — egal auf wel­chem Sys­tem (lokal, NAS, Ser­ver, Cloud) ich mich befinde.

    Für das Datei­backup ver­wende ich Syn­c­back Pro: das sichert auf Netz­lauf­wer­ken, ftp-Servern, Google-Mail, DVDs, Stra­tos HiD­rive, Win­dows Live Cloud, usw.
    Sys­tem­si­che­run­gen erle­dige ich mit Acro­nis; Mail­backup mit MailS­toreHome; Out­look mit MObackup; Mozilla-Apps mit MozBackup.

    Was aber den­noch bleibt ist die Suche nach ein­zel­nen Dateien. In einem 4-Personenhaushalt kom­men da schon ein paar zusam­men.
    Hier habe ich noch Coper­nic Desk­top Search und Tab­bles im Ein­satz. Aller­dings brin­gen beide nicht immer das Ergeb­nis, um die gewünschte Datei schnell zu fin­den.
    Habt ihr noch andere Tools, die bei der Datei­su­che helfen?

  8. Kevin (01/09/2011) Antworten

    Bei mir ste­hen nicht nur zwei NAS Ser­ver (einer als Daten­spei­cher, einer als BackUp Ser­ver), ich habe auch ver­schie­dene Fest­plat­ten für ver­schie­dene Arbeits­be­rei­che. Alle Fotos sind auf einer Fest­platte, alle Arbeits­da­teien (Web­de­sign, Res­sour­cen wie Stocks etc.) sind auf einer, das Sys­tem ist auf einer sepa­ra­ten. Inner­halb der Fest­plat­ten herrscht dann dem­ent­spre­chend Ord­nung. Die Ord­ner sind nach The­men­ge­bie­ten geord­net, in denen sich wie­der Unter­ord­ner mit Unter­the­men befin­den. Bei den Fotos habe ich alles nach Jah­ren und dort nach Events / Tagen geord­net.
    Noch funk­tio­niert alles, auch wenn nach wie vor einige Dateien am fal­schen Ort liegen.

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