Oder so in der Art schaut es gerade aus, wenn man die verschiedenen Beiträge und vor allem auch Nutzer-Kommentare zu der jüngsten Google News bezüglich der aktualisierten Datenschutzbestimmungen durchliest. Es geht darum, dass Google in Zukunft – ab dem 1. März – die gesammelten Nutzerdaten über verschiedene ihrer Produkte hinweg, sagen wir mal synchronisiert und daraus Nutzerprofile erstellt.
Die Google Suche weiss also dann beispielsweise, dass du am Samstag ins Kino gehst, wenn du das im Google Kalender hinterlegt hast… und YouTube liefert dann direkt den dazu passenden Trailer auf der Startseite unter den “empfohlenen beiträgen”.
Ich persönlich bin mir bewusst, dass Google diese Daten über mich sammelt und war eigentlich auch der Überzeugung, dass Google diese Daten bereits produktübergreifend verwendet. Nun ist es offiziell – und wird kommen.
Gut oder schlecht? Das muss – wie bei so manchem Datenschutz Thema - jeder für sich entscheiden. Ich sehe es aktuell eher von der positiven Seite. Die entsprechenden Daten hat Google ja eh schon von mir und kann damit arbeiten. Durch die Änderung bekomme ich nun auch als Benutzer “das Resultat” der kombinierten Daten angezeigt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Diensten finde ich es positiv, dass Google klar und transparent kommuniziert, dass das so gemacht wird. Schlussendlich kann ja jeder für sich entscheiden, ob er die Google Dienste nun in Anspruch nehmen möchte oder auch nicht. Die gespeicherten Daten können eingesehen und das Anzeige-Cookie deaktiviert oder gelöscht werden.
Folgend einige Statements zu der aktuellen News aus verschiedenen Newsportalen bzw. konkret auch deren Lesern und Kommentatoren.
- “Es ist ja jedem selbst überlassen, google services zu benutzen”
- “Jetzt reichts! Google weiss also nun wo ich heute überall mit meinem Handy war, kennt meine gewohnheiten, kann sogar meinen Charakter herausfinden!”
- “Google löst US-Geheimdienste ab”
- “Stört mich überhaupt nicht, ist eigentlich schon lange bekannt.”
- “Ich brauch niemanden der für mich weiss, dass ich mit “Linux” das Waschpulver und nicht etwa den Kernel meine.”
- “Um vertrauliche Daten zu teilen Bedarf es eh andere Mittel….”
- “Datenschützer empfiehlt Streubesitz”
- “Seit mehr als 2 Jahren hat es sich bei mir ohnehin ausgegoogelt – ich ixquicke nur noch.”
Nicht, dass jemand von euch auf falsche Ideen kommt: Ich empfinde Datenschutz als ein sehr wichtiges Thema für mich persönlich und handle auch nach verschiedenen Grundsätzen. Nur habe ich keine einheitliche Meinung dazu. Es kommt schlicht auf die Art der Daten und auf der anderen Seite der Nutzen an.
Ich nutze zum einen neue und intuitive Technologien (siehe Cloud), hingegen findet man von mir beispielsweise eher wenig zum privaten Umfeld oder Beruf und Arbeitgeber im Netz – schon gar nicht öffentlich auf einem Facebook oder Google+ Profil hinterlegt. Und wie ich es auch morgen am Datenschutztag erzählen werde, ganz ohne diese Möglichkeiten möchte man ja dann auch nicht leben… oder was meint ihr?


Ich bezahle Google mit meinen Daten und bekomme dafür, was ich will und das ist ziemlich gut.
Alles kostet auf seine Weise. Und das mit der übergreifenden Nutzung ist ja eh nichts neues.
“Jetzt reichts! Google weiss also nun wo ich heute überall mit meinem Handy war, kennt meine gewohnheiten, kann sogar meinen Charakter herausfinden!”
Also bei diesem Spruch musste ich laut lachen ^^
Das weiß Google schon lange. Android Handy? Wo kommt Android wohl her? :D
Fakt ist: Ich nutze kein Android. Ich habe es nur mal angeschaut, aber in einer modifizierten Form. XDA-Developer sei Dank.
Diverse Google Subdomains sind bei mir via Hosts Datei gesperrt und der Rest liegt in der Zone “Eingeschränkte Sites”. Nix mit Cookies etc pp.
Leider ist Google als Suchmaschiene ungeschlagene Nummer 1, daher verwende ich das auch noch.
Danke, das erzähle ich auch schon den ganzen Tag. Eigentlich freue ich mich darüber, dass all diese Dienste, die ich nutze, endlich richtig zusammenpassen. Beim Kauf meines Androids vor 2 Jahren habe ich da kurz drüber nachgedacht, dass Google rein theoretisch jetzt alles weiß. Und es war mir egal. Warum wird also jetzt rumgeheult?
Mir macht der Staat mit seiner “Stillen SMS” Aktionen, der Vorratsdatenspeicherung und die Unwissenheit der Politiker zum Thema Internet mehr Angst, als Google und Facebook zusammen.
Aber großen Dank an die Medien, die es wieder einmal geschafft haben beide als ganz schlimme Finger darzustellen, während andere Dinge unterm Teppich gekehrt werden.
Ich nutze Google-Dienste nur sehr sparsam und zur Zeit eigentlich auch nur die Suchmaschine (ohne Anmeldung) sowie die Webmastertools. Dass große Konzerne mit Quasi-Monopolstellungen auch gerne über die Stränge schlagen, sollte heutzutage doch niemanden mehr überraschen. Man sollte schon wissen, auf wen bzw. was man sich bei Facebook, Google & Co. einlässt. Und wie heißt es so schön: Kostenlose Dienste im Internet sind nie wirklich umsonst ;)