Reisserische Überschrift? Muss ich ja auch mal probieren… Wenn das so weiter geht, ist es aber wohl leider bald nicht mehr nur eine Überschrift sondern eine Tatsache, die viele Webseiten-Betreiber und Blogger zum Nachdenken bringen wird.
Aber nun mal von vorne: Ich spreche von Feedburner, einem sehr beliebten Dienst der vor einigen Jahren von Google übernommen worden ist. Grundsätzlich ein Feed-Proxy (Webserver entlasten) mit verschiedenen Zusatzfunktionen wie einer Feed-Statistik. Funktioniert sehr gut und wird weltweit von Bloggern und anderen Webseiten mit News-Charakter verwendet.
Wo liegt nun das Problem? Das hat Vladimir auf Google+ angesprochen. Google macht aktuell sehr wenig bzw. gar nichts damit. Keine neuen Funktionen, nicht mal das Design passt zu Google – es wurde nicht aktualisiert. Es hat zwar mal eine Zeit lange eine neue Beta gegeben, aber da ist anscheinend nichts drauf geworden. Auch die API ist tot. Nebenbei spielt noch der Counter verrückt.
Ich bin Optimist! Aber die Entwicklung gibt mir schon zu Bedenken. Zumal ich das von Google eigentlich nicht gewöhnt bin, was man dem Schlagwort hier im Blog entnehmen kann. Was meint ihr dazu?
Rein aus Sicht der Content-Produzenten wie das auch Blogger sind, wäre der Tod von Feedburner wohl nicht so schön, zumal der RSS-Feed ein wichtiger Bestandteil von solchen Seiten ist. Meine Meinung.
Der Feed von diesem Blog ist ja ebenfalls bei Feedburner. Damals habe ich das gemacht, weil es viele anderen Blogger auch so hatten und es quasi Standard war/ist? Heute muss ich sagen: Eigentlich brauche ich es gar nicht. Mit der Anzahl Anfragen würde der Nginx zurecht kommen und eine Feed Statistik ist auch mit WordPress möglich. Daher ist man eigentlich nicht mal auf eine Feedburner Alternative angewiesen, wie ich das sehe.
Die technische Sicht - wenn Feedburner weg ist: Ich gehe jetzt mal vom Beispiel WordPress aus . Viele haben im Quelltext von WordPress den Standard /feed verlinkt und leiten dann via redirect auf den Feedburner-Feed um. Im RSS-Reader (sollte) dann auch /feed und nicht die URL zur Feedburner Adresse stehen. So macht das zumindest der Google Reader, sollte jemand den Feed aus der Domain auslesen lassen: “Abonnieren”.
Viele – auch ich – verlinken jedoch etwa in der Sidebar direkt zu Feedburner. Da ist dann auch im Feedreader diese Adresse hinterlegt, sollte ein Leser diese mit Copy & Paste in den Feedreader werfen. Alles in allem kann ich nicht abschätzen, welcher Anteil der Feedreader nun bei der “zukunftssicheren” /feed Adresse sind. Kluge RSS-Feed Betreiber haben vorgesort und die MyBrand Funktion in Feedburner aktiviert, sodass der Feed auf einem CNAME liegt, den man selber anpassen kann. Ich leider nicht.
Werde die ganze Geschichte auf alle Fälle mal weiter beobachten und mir überlegen, wie ich die anderen Feed-Leser gegeben falls von Feedburner weg auf die Standard Feed-Adresse bringe. Sollte das mit Feedburner doch mal noch den Bach runter gehen. Muss nicht sein, ist jedoch durchaus möglich, dass es da mal eine Deadline gibt.
Was sagt ihr zum Thema Feedburner und Feeds? Wie macht ihr das bei euch im Blog? Was verwendet ihr für Tools und Dienste rund um den Feed?


Unser Reisen Blog gibt es seit über 3 Jahren. Ich habe mehrmals darüber nachgedacht, den Feed auf Feedburner umzuleiten. Gut habe ich es nicht getan, denn der interne Feed von WordPress reicht vollkommen aus. Heute ist man von so vielen Diensten abhängig, dass man sich für einige wenige Entscheiden muss.
Denn das Umstellen ist zwar einfach, jedoch müssen die bestehenden Abonnenten den neuen geänderten Feed wieder abonnieren.
Ich habe auch schonmal überlegt, wie ich wieder von FeedBurner wegkomme. Ich würde dann einfach den Google Crawler per UserAgent-Abfrage auf ein PHP Script leiten, das täglich einen “neuen Artikel” raushaut, dass die User bitte auf URL xyz wechseln sollen. Wer direkt /feed abonniert hat und nicht gerade den UserAgent von Google verwendet, sollte davon nichts mitbekommen.
Ich habe keinen eigenen Blog. Das einzige was ich habe was einigermaßen Blögähnlich ist ist Twitter.
Es ist lange her dass ich mal ein paar Feeds aboniert hatte. Einen habe ich tatsächlich noch im IE drin. Warum nur einen? Dieser Blog aktualisiert sich extrem selten, ich besuche diese Webseite deswegen so gut wie nie. Nur wenn ich sehe dass sich etwas getan hat.
Ansonsten… Ich sehe da keinen großen Sinn drin. Viele RSS Einträge sind doch extremst beschnitten, man muss also so oder so die Webseite besuchen um den Artikel zu lesen. Was bleibt dann noch als Vorteil? Die Benachrichtigung dass ein neuer Eintrag vorhanden ist. So wichtig sind mir Blogeinträge generell nicht dass ich wärend der Arbeit, im Zug, whatever den sofort lesen muss.
Du hattest doch auch mal einen Eitrag verfasst über das Thema, oder? Ich finde den grade nicht wieder…
Von daher ist das auch vergeudeter Traffic. Wenn ich Zeit und Lust habe besuche ich die Seiten eh mit dem Browser und lese dann das was neu ist und was mich interessiert, wie hier auch.
Um es etwas verspätet mit dem ‘weihnachtlichem’ Wort zu sagen: “Humbug!” :D
Zumindest für mich.
Ich kann ohnehin nicht nachvollziehen, was einen dazu bewegt, sich von zahlreichen Webdiensten abhängig zu machen. Wenn dann mal einer Probleme hat, habe ich auch gleich Probleme. Warum also nicht gleich die Dienste selber anbieten? Wenn dann mal der Server offline ist, ist es ohnehin egal, ob mein Feed oder was immer nun noch erreichbar ist oder nicht. Ich vertrete da generell eher den Standpunkt “selber machen/anbieten.”
wenn der Service wirklich deaktiviert wird, wird das ganz sicher nicht von heut auf morgen passieren. Wie bei allen Google Produkten die nicht weiterentwickelt werden, gibt es sicherlich auch hier eine Übergangsphase. In der kann man sich dann überlegen wie man weiter macht. Bis dahin mache ich mir keine Sorgen. Ich gehe davon aus das die Entwicklung langsam voran geht da nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung steht und das meiste davon bei Serverkosten drauf geht.
RSS Feeds verwende ich schlicht darum, weil es einfacher und schneller ist, wie dutzende oder hunderte von Webseiten und Blogs periodisch auf neue Inhalte zu überprüfen. Wer hingegen nur die Inhalte von 2-3 Webseiten oder Blogs lesen möchte, der braucht RSS natürlich nicht.
Bezüglich Feedburner: Würde ich heute auch nicht mehr so machen. Bei der Blog-Gründung habe ich mich halt dafür entschieden, daher muss ich jetzt damit umgehen. Der Lösungsansatz von @Patrick hört sich sinnvoll an. Werde ich wohl demnächst probieren.
Ich hatte mich seinerzeit für den Feedburner entschieden, weil die Features mich überzeugt haben. Der Dienst beschränkt sich ja längst nicht nur auf die Auslieferung von RSS-Feeds (Onboard).
Heute kann man natürlich sagen, dass die Entscheidung für diesen Service vielleicht nicht richtig war. Aber hinterher ist man bekanntlich immer klüger. Noch gehts ja und die findigen Plugin-Programmierer oder Coder werden schon eine gute Lösung zur Verfügung stellen. Patrick hat schon schon einen Ansatz beschrieben. Warten wir es also ab. :-)
Schönes Wochenende. LG Horst
Pingback: Wieder weg von FeedBurner – so geht es! | techspread
Interessante Sichtweise. Betrifft uns direkt, denn wir bloggen erst seit Anfang des Jahres und dachten wir wären mal “clever” auch “diesen Feedburner” zu nutzen, den “alle so toll finden”. Haben uns auch schon angemeldet. Jetzt, wo wir noch keine Abonennten haben, müssen wir noch mal Pro & Contra abwägen aber ich Tendiere auch zum WordPress-Feed.
Danke