Backup: Ein Thema welches heute jeden beschäftigen muss! Spätestens wenn mal mal die Erfahrung von einem Datenverlust gemacht hat. Klassiker: Urlaubsfotos oder Abschlussarbeit für das Studium einfach weg. Daher gibt es auch bei mir hier im Blog viele Beiträge rund um Backups.
Ich werde immer mal wieder auf dieses Thema gesprochen, oder gehe damit auf andere Leute zu. Da steht dann jeweils auch die Frage zu einer passenden Backup-Software im Raum. Was die Erwartungen sind: Schnell und Einfach einzurichten. Nein, der Durchschnitts-Benutzer möchte nicht zuerst das Handbuch lesen oder sich mehrere Stunden mit der Backup-Software beschäftigen. Er möchte die Software starten, die zu sichernden Dateien auswählen und der Rest soll automatisch passieren.
Nun gut, ich habe hier auch schon die eine oder andere Software vorgestellt. Auch darunter war nicht jedes Programm vom Typ starten und vergessen. Heisst natürlich nicht, dass diese Programme nun nicht zu gebrauchen sind, denn jeder Benutzer hat andere Ansprüche und erwartet beispielsweise spezielle Funktionen, die halt einen gewissen Konfigurationsaufwand voraussetzen.
Zurück zum zweiten Teil vom Titel: Duplicati! Ein sehr einfaches Programm zum erstellen von Datensicherungen. Erfüllt genau das was ich oben erwähnt habe und meldet sich so direkt gleich beim ersten Start mit dem Setup-Assistenten. Zudem ist es kostenlos (Open Source) und funktioniert unter Windows als auch Linux. Habe dazu ja auch schon einen (Audio-losen?) Screencast erstellt.

Habe Duplicati erst letzthin wieder für mich entdeckt, da ich in der Firma bei einer Awareness-Kampagne mitgearbeitet habe, bei der es unter anderem auch um das Thema Datenverlust ging.
Weitere Stichwörter bzw. einfache Möglichkeiten Backups durchzuführen sind: Ein eigenes NAS oder Backups in der Cloud.
Gut, genug von mir: Auf was legt ihr persönlich bei einer Software (oder Hardware?) für Backups wert? Was verwendet ihr zum aktuellen Zeitpunkt?

Benutze Robocopy Befehle integriert in eine Batchdatei (cmd). Nichts ist schneller und sicherer.
Gruß
Robin
Ich benutze Backup Service Home 3. Ist Freeware, einfach einzurichten, sichert intelligent (Stündliche Backups sind einen Tag verfügbar, tägliche ein Woche und die monatlichen sol lang bis der Speicherplatz voll ist und die ältesten gelöscht werden). Das Programm hat einen Backup-Browser, wo man sich dann einzelne Daten und deren Versionen wiederherstellen kann. Zu haben ist es auf http://www.alexosoft.de/.
Sichern tut BSC auf meine Qnap NAS TS-110 mit einer 2-Terabyte-Festplatte.
Zur Datensicherung nutze ich unter anderem Acronis True Image. Damit wird regelmäßig ein Backup meiner gesamten System-SSD erstellt. Die Images liegen auf meinem NAS und teilweise auch auf einer externen Festplatte.
Software nutze ich vieles portabel, was direkt in der Dropbox liegt.
Zudem werden von wichtige Daten und Programmen mittels 7-ZIP (http://www.antary.de/2009/05/27/backup-mittels-7-zip/) täglich Backups erstellt.
Eher unwichtige Daten synchronisiere ich ab und zu von Hand mit der Software FreeFileSync.
als hardcore linux benutzer sind mir solche programme verwehrt ! natürlich mache ich auch meine backups, z.b. mit rsync etc. eher ein thema ist bei mir, wo ich denn das backup mache. da habe ich mir als erstes einen ubuntu server parat gemacht. der hat etwa 1tb harddisk und macht seine arbeit 24x7 und muckt nie rum. dort speichere ich meine daten von den clients als erstes backup. alle familien-mitglieder haben die möglichkeit ihre daten da drauf zu speichern, ist in der verantwortung jedes einzelnen. zum zweiten habe ich mir mal ein kleines nas mit 2tb gekauft. darauf kommen dann die daten vom linux server. so gesehen habe ich dann 3 verschiedene speicherplätze die ausreichen sollten. was ich noch nicht so ganz durchdacht habe, ist die situation dass mein haus inkl. daten niederbrennt. hmmm, ein dezentraler 4. datenspeicher in einem schweizer bunker wäre da vielleicht noch eine lösung ( http://www.swissfortknox.ch ). ganz günstig ist die lösung nicht, ich denke ein bankschliessfach mit einem externen datenträger wäre auch angemessen.
Ich als Windows Nutzer benutze DirSync (http://bit.ly/jNPQGF) und sichere so meine Dateien stündlich auf einer externen Festplatte.
Hinzuzufügen ist, dass Funktionen wie eine Versionsverwaltung und sonstiges nicht enthalten sind — was ich allerdings auch garnicht möchte.
Bei mir werden lediglich stündlich alle Dateien in festgelegten Ordnern überprüft. Haben sie sich verändert, werden sie auf der externen Festplatte durch die neuere Version ersetzt; wurden sie gelöscht, werden sie auch auf der externen gelöscht. Natürlich sichert mich das nicht vor meiner eigenen Dummheit und auch nicht vor böswilligem Schadcode ab, der etwaige Dateien auf meinem Computer löscht. Ich habe also bloß eine exakte 1 zu 1 Kopie meiner Daten auf einer externen Festplatte. Ebenso findet die Synchronisation nur in eine Richtung statt.
Erwähnenswert ist vielleicht auch, dass besagte Dateien auf einer gesonderten Partition einer nicht-Betriebssystem-Festplatte gespeichert sind, was sie zumindest erhält, sollte einmal eine Neuinstallation des Betriebssystems unumgänglich sein.
Ich halte es da wie Robin: Robocopy ist mehr als genug. Einmal einrichten und bei Bedarf starten. Schneller als Robocopy wird wohl auch kein anderes Tool sein.
Mein Backup wird manuell gestartet, sobald ich Lust habe oder meinen Arbeitsplatz längere Zeit verlasse (meist täglich).
Habe mir dazu ein Tool geschrieben, welches mit einem externen USB-Button zusammenarbeitet: http://www.christophs-blog.de/2010/10/usb-stress-button/
Da hau ich dann nur drauf und das Backup rennt.
Ich verwende Time Machine (Mac). Funktioniert prima und bietet genau das, was ich brauche.
Ihr vergleicht teilweise Äpfel mit Birnen. Das werdet ihr dann merken, wenn eine lokale Datei defekt ist und euer «Backup» eine identische, unbrauchbare Kopie dieser Datei ist. Ein gutes Backup speichert nämlich mehrere Versionen einer Datei.
Desweiteren nützt das beste Backup nichts, wenn es im gleichen Raum aufbewahrt wird wie das Original. Ein Wasserschaden oder Brand vernichtet dann Original und Backup zusammen und die Daten sind futsch.
Um sich gegen beide Fälle abzusichern, braucht man ein Backup-Programm, das die Daten außer Haus sichert. Da stellt sich dann natürlich die Frage: wer kann meine Daten lesen? Also sollte das Backup auch noch verschlüsselt werden.
Und damit die Datenübertragung nicht zu teuer/langsam wird, wären Datenkompression und inkrementelle Backups noch tolle Features.
Und das alles macht Duplicati. Mehrere Versionen, außer Haus, verschlüsselt, komprimiert, inkrementell. Und es läuft auch unter Linux :-)
Auch ich nutze Duplicati zusammen mit einem FTP-Server und dem 1&1 SmartDrive und ich kann es aus oben genannten Gründen nur empfehlen.
Rene
Die meisten Backup/Sync Dienste haben einen Nachteil, sie unterstützen keine oder nur wenige Event basierte Durchführung. Ich wünsche mir von solch einer Software, dass sie nicht nur einen Backupplan lostritt, sobald ich ein bestimmtes Medium anschließe (USB/eSATA), sondern auch sobald ein Netzwerkpfad oder Laufwerk verfügbar wird, sobald ein bestimmter Server pingbar wird usw.
Deswegen benutze ich Puresync (http://www.jumpingbytes.com)
@Duplicati Backup: mir ist ja durchaus bewusst, dass meine Backup-Variante keinesfalls eine hohe Datensicherheit gewährt — das ist für die von mir gesicherten Daten allerdings einerseits auch nicht notwendig, andererseits fällt eine Speicherung außerhalb meines LANs aufgrund der Datenmenge außer Betracht.
Und da es sich größtenteils um Multimedia-Daten handelt habe ich im Falle eines Brandes oder Wasserschadens auch erst einmal andere Sorgen als meine verlorenen Daten.
Natürlich kommt es auch vor, dass ich mal Unterrichtsmaterial oder bezahlte Arbeiten sichern muss — diese sichere ich zusätzlich händisch in einem verschlüsselten, mit Wiederherstellungsinformationen versehenen RAR-Archiv auf meinem Webserver.
Ich habe Duplicati ausprobiert und für unbrauchbar befunden.
Das Ergebnis der Sicherung ist eine Sammlung aus zip-Dateien mit ner Menge overhead und das Wiederherstellen daraus ist mehr als umständlich.
Da bleibe ich erstmal bei der Eigenentwicklung eines Mitstudenten, die tut was sie soll: 1:1 Ordnerstrukturen und Dateien kopieren, manuell udn zeitgesteuert, Quelle und Ziel können Netzwerkpfade sein. Nachteil jedoch: Im Ziel verschwinden die Daten, wenn die Quelle erst während des Backup-Vorgangs ausfällt.
Ich bin also noch irgendwie auf der Suche nach einem ähnlich einfachen Programm, das aber zusätzlich auch FTP und rsync kann. Ergebnis muss eine 1:1 Kopie des Quellordners sein (inkl löschen der in der Quelle gelöschten Daten), ohne irgendwelche Metadateien, Archiv-Verpackung u.ä.
Teste jetzt PureSync obwohl deren MobileMaster schon nicht richtig funktioniert hat.
Kann ich nicht nachvollziehen. Die Wiederherstellung funktioniert via Duplicati-Client sehr einfach. So können auch einfach nur einzelne Dateien oder Daten von einer bestimmten Sicherung (nach Zeit) wiederhergestellt werden.
Bei neuem Computer (oder Crash) Duplicati installieren, Backup mounten und in Duplicati bestehendes Backup angeben und dann direkt wiederherstellen.
Der Overhead hat wohl seinen Sinn. Das Ganze funktioniert meiner Meinung nach (Gefühl!) schneller wie manch andere Software. Auch jede andere Software, die Inkrementelle-Backups erstellen kann muss irgendwo die Metainformationen zu der Sicherung bzw. dem Datei-Set ablegen.
Die Wiederherstellung mit Duplicati sollte recht einfach sein. Wenn nicht, würde ich gerne wissen, was genau zu kompliziert ist. Wizard aufrufen, Backup auswählen, Datei auswählen, fertig.
Es gibt mehrere Gründe, weshalb das Backup so aussieht wie es aussieht. Die Dateien werden komprimiert und in ein Archiv gepackt. Dadurch sieht niemand was für Dateien gesichert wurden. Und durch die Kompression spart das Backup Speicherplatz. Gesplittet wird das Backup, da es bei der Übertragung immer mal zu Problemen kommen kann und man so nicht alles von vorne neu hochladen muss.
Außerdem werden die Archive verschlüsselt, damit niemand Zugriff drauf erhält. Selbst wenn der Provider gehackt wird, sollte einen das ruhig schlafen lassen.
Das Problem ist eben, das man Duplicati nehmen muss, um es Wiederherzustellen.
Eine 1:1 Kopie ist das eben nicht, man ist im Grunde vom Programm abhängig.
@mega: Das stimmt nicht. Unter http://code.google.com/p/duplicati/wiki/ManualRestoreHowTo ist beschrieben, wie man ein mit Duplicati erstelltes Backup mit anderen Werkzeugen wiederherstellen kann. Natürlich ist das kompliziert, aber warum sollte man die Backups von Hand wiederherstellen wollen, wenn es mit Duplicati ein frei verfügbares, quelloffenes Programm gibt, das diese Aufgabe komfortabel erledigt?
1. will ich einfach jederzeit kontrollieren können ob das Backup stimmt
2. will ich und auch mal ne einzelne Datei daraus direkt benutzen oder zurück kopieren ohne erst alles irgendwohin auszupacken.
3. Kopiere ich auch die Musik/Hörspiel-Sammlung auf den mp3-player oder von einem NAS aufs andere wo die direkt verwendbar sein müssen.
4. Darf die Wiederherstellung eines Backups generell nicht von der Existenz eines bestimmten Programms abhängen.
5. Darf bei der 1:1 Kopie auch mal ne Datei verloren/kaputt gehen ohne das der Rest dann auch gleich unbrauchbar/weg ist.
Inzwischen habe ich auch PureSync getestet: viel zu umständlich und dazu fehlerhaft. Leere Ordner werden nicht mit gesichert, obwohl es extra eine Option dafür gibt, die auch richtig gesetzt ist.
Das Backup-Programm von dem Mitstudenten stammt von 2004, weil es zu der Zeit nichts brauchbares gab. Und diese Situation hats sich wohl bi heute nicht groß geändert…
Backup? Da ich nur auf meinem MacBook Pro arbeite, natürlich alles über die TimeMachine in die TimeCapsule.
Wenn das Haus doch mal abfackeln sollte o.ä., dann habe ich die wichtigsten Dateien verschlüsselt in der Cloud (Dropbox und privater SFTP). Dies mach ich jedoch nur, wenn ich denke, dass die differenz wichtig genug ist, wieder neu zu sichern.
(Huch.. was vergessen)
Auf was ich wert lege? Zuverlässig und einfach zu bedienen. Will da nicht noch lange rumbasteln müssen ;)
Ich bevorzuge Backuppc. Das läuft auf einem älteren Laptop mit externer Platte und sichert alle Clients im lokalen Netz.
Bei mir kommt Cobian Backup zum Einsatz. Das Programm von Luis Cobian ist kostenlos und bietet viele Umfangreiche Funktionen.
Cobian Backup hatte ich auch mal im Einsatz. War grundsätzlich auch sehr zufrieden. Wer gerne viel einstellen möchte ist da sicher gut aufgehoben.
Vorteil von Duplicati ist hingegen die Einfachheit. Durch den Setup-Assistenten kommt grundsätzlich auch ein gewöhnlicher Benutzer damit klar, was bei Cobian Backup nur bedingt der Fall ist. So zumindest meine Meinung.
Happy Gregor hat das Swiss Fort Knox erwähnt. Dazu gibt es einen erschwinglichen Dienst namens Mount10 (siehe unter http://www.online-data-backup-software.com oder http://www.mount10.ch ) welchen ich schon seit Jahren nutze. Die speichern ebenfalls im Swiss Fort Knox.
Das kommt ganz darauf an, was man sichern möchte. Bei geringen Datenmengen ist Mount10 bestimmt eine interessante Möglichkeit, welche hohe Ansprüche bezüglich Datensicherheit und Verfügbarkeit erfüllt.
Hat man hingegen grössere Datenmengen, beispielsweise Fotos oder anderweitige Multimedia-Dateien sind die Preise in meinen Augen zu teuer. Denn alleine schon 10 GB kosten bereits knapp 50 CHF pro Monat.