Festplatten sicher mit DBAN löschen

Jeffrey 8. Februar 2010

Bild: Oliver Scholtz über iconfinder.net Wenn man beispielsweise eine Festplatte verkaufen möchte, ist es sehr wichtig, dass man die darauf enthalten Daten sicher löscht. Ein einfaches Löschen oder Formatieren der Festplatte reicht da in keinem Fall aus, wenn man das eine oder andere wichtige Dokument auf der Festplatte hatte.

Fälle in denen Festplatten mit sensiblen Daten nicht richtig gelöscht und bei eBay verkauft worden sind gibt es nicht wenige. Beispielsweise hat ein Brite eine Festplatte mit Millionen von Kontodaten bei eBay verkauft.

Mit dem kostenlosen Tool Darik’s Boot and Nuke (DBAN) kann man solche Fälle verhindern und Festplatten sicher löschen:

Darik’s Boot and Nuke ("DBAN") is a self-contained boot disk that securely wipes the hard disks of most computers. DBAN will automatically and completely delete the contents of any hard disk that it can detect, which makes it an appropriate utility for bulk or emergency data destruction.

Das Tool kann als bootfähige ISO-Datei heruntergeladen und auf CD gebrannt werden. Anschließend muss einfach von der CD gestartet werden. Mit Hilfe von Tools wie WinImage kann DBAN natürlich auch auf einen USB-Stick installiert werden.

Beim Starten erscheint als erstes das Fenster, bei welchem man den gewünschten Modus auswählen kann. Dabei wähle ich meist den automatischen Modus, in dem ich “autonuke” eingebe, da die besten Einstellungen so automatisch ausgewählt werden.

dban_start

Nachdem DBAN nun nach den optimalen Einstellungen gesucht hat fängt es automatisch an die Festplatte zu überschreiben. Dabei sieht man auch wie viel bereits gemacht wurde und was noch aussteht.

Bei einer etwas größeren Festplatte kann so ein Vorgang auch mal eine Nacht dauern, jedoch kann man sich nachher auch sicher sein, dass die Daten wirklich gelöscht wurden.

dban_running 

Fazit: Wer eine Festplatte verkaufen möchte, sollte sich DBAN auf jeden Fall einmal anschauen!

Frage: Habt ihr schon einmal eine Festplatte verkauft ? Wurde dabei DBAN oder ein ähnliches Tool benutzt ?


    Kommentare

  1. Andreasam 8. Februar 2010 um 14:46 Uhr

    Super, das Tool habe ich mir gleich mal herunter geladen. Ich verkaufe nämlich diese Tage mein Notebook und hatte mir wegen der Festplatte schon gedanken gemacht.

    Gruß,
    Andreas

    Twitter: Wp_Zone_DE

  2. Jeffreyam 8. Februar 2010 um 15:10 Uhr

    @Andreas:

    Dann kommt der Beitrag ja gerade richtig!
    Kann ich dir nur ans Herz legen, wenn du deinen Notebook verkaufst :)

  3. sockiam 8. Februar 2010 um 17:19 Uhr

    narf! und ich hätte den beitrag vorher lesen sollen – hab vorigen freitag mein notebook verkauft und wusste das in der form nicht … also schon, dass reste drauf bleiben, aber eben nicht von diesem tool. okay, beim nächsten bin ich schlauer – beitrag ist gebookmarkt ;)

    thx & greetz,
    socki

  4. Jeffreyam 8. Februar 2010 um 17:35 Uhr

    @socki:

    Wie heisst es so schön ? – Aus Fehlern lernt man :)

  5. embeeam 8. Februar 2010 um 17:38 Uhr

    Eine Null-Level-Formatierung bzw. Mid-Level-Formatierung sollte man unbedingt vor dem Verkauf durchführen, sonst sind die Daten ziemlich schnell hergestellt. Habe aber selber noch nie eine Festplatte oder Notebook verkauft, alles wird bei mir bis zum Ausfall genutzt. ^^

    Twitter: embee_music

  6. Patrickam 8. Februar 2010 um 20:03 Uhr

    Man kann mit jeder beliebigen Linux LiveCD die Festplatte sicher löschen:
    dd if=/dev/zero of=Festplattendevice bs=4k

    Geht schnell und putzt alles restlos von der Platte. Die Methode, die Platte nur ein einziges mal mit Nullen zu überschreiben, ist mittlerweile sogar von BSI anerkannt. Je 7-maliges überschreiben mit Zufallszahlen und Nullen ist absolut sinnlos und übertrieben.

    Twitter: P4G0

  7. Jeffreyam 8. Februar 2010 um 20:08 Uhr

    @Patrick:

    Stimme ich dir zu, doch fällt (besonders) Leuten, welche sich nicht intensiv mit Computern beschäftigen leichter mit DBAN zu arbeiten, anstatt ein Live Linux mit einem Befehl nutzen zu müssen.

  8. CruSherFLam 8. Februar 2010 um 22:45 Uhr

    Jaja.. schau dir nur mal die neue MTDVD an.. da gibt’s haufenweise solche Tools wie DBAN.

  9. Patrickam 9. Februar 2010 um 21:20 Uhr

    Genau der richtige Beitrag zur richtigen Zeit! Ich schlachte gerade meinen alten PC aus bzw. rüste ihn auf. Unteranderem verkaufe ich auch meine Festplatte. Diesbezüglich habe ich mir schon Gedanken gemacht und gegooglt, aber so ein, zumindestens auf den ersten Blick, geniales und einfaches Tool, bin ich nicht gestoßen …

    Liebe Grüße

    Twitter: patrickwienecke

  10. Jeffreyam 9. Februar 2010 um 21:24 Uhr

    @Patrick:

    Das ist natürlich super, wenn dir der Beitrag gerade richtig kommt :)
    Finde ich gut, dass sich wenigstens einige Leute der Gefahr bewusst sind!

  11. Patrickam 9. Februar 2010 um 21:45 Uhr

    Erschreckend ist in diesem Zusammenhang, wie leicht es doch mit ein wenig Pc-Kenntnissen ist, den Inhalt einer “gelöschten” Festplatte wieder herzustellen und auf x-beliebige Dateien zugreifen zu können.

    Sowas ist in höchstem Maße “dämlich”!

    Twitter: patrickwienecke

  12. Jeffreyam 9. Februar 2010 um 21:49 Uhr

    @Patrick:

    Da hast du auf jeden Fall recht.

    Windows sollte meiner Meinung nach bereits standardmässig eine Funktion integriert haben, mit welcher man mindestens einzelne Dateien / Ordner sicher löschen kann. Wie Patrick G. bereits erwähnt hat, ist das bei Linux ja bereits enthalten.

  13. Patrickam 9. Februar 2010 um 22:05 Uhr

    Muss ich mal schauen … habe gerade Linux auf mein Netbook gehauen. Gut zu wissen. Wie heißt das Ganze genau, bzw. wo finde ich das dort? (Kenn mich mit Linux noch gar nicht aus, bin kompletter Neueinsteiger)

    Twitter: patrickwienecke

  14. Jeffreyam 9. Februar 2010 um 22:12 Uhr

    @Patrick:

    Wenn du noch nie wirklich mit Linux gearbeitet hast, würde ich dir doch eher DBAN empfehlen.

    Ansonsten über das Terminal in Linux:
    Siehe Kommentar von Patrick G.

    (Achtung: Bei beiden Varianten wird die Festplatte unwiederherstellbar gelöscht)

  15. Patrickam 9. Februar 2010 um 22:17 Uhr

    @Jeffrey

    Vielen Dank für sowohl den Tipp, als auch den Rat. Werde das Ding in den ersten 4 Wochen wahrscheinlich eh einmal gegen die Wand fahren. Aber Übung macht den Meister und wenn ich schon so schön am Sprüche klopfen bin: “Probieren geht über Studieren”. Ob ich allerdings bei Linux damit Erfolg habe, wird die Zeit ergeben …

    Twitter: patrickwienecke

  16. Jeffreyam 9. Februar 2010 um 22:23 Uhr

    @Patrick:

    Kein Problem, gerne gemacht :)

    Ich bin auch kein Linux Spezialist, doch grundlegende Befehle (Tipp – Übersicht) sind gar nicht mal so schwer. Wie du auch bereits erwähnt hast: “Probieren geht über Studieren”!

    Als Linux Distribution kann ich dir Ubuntu empfehlen.

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