Hat man sein Smartphone, Tab/Pad oder Notebook verloren oder wurde es sogar gestohlen, ist der Wert eher das kleinste Problem. Viel eher stellt man sich die Fragen, was ist mit meinen Daten, Passwörtern, Zugangsdaten etc. Hier kommt Prey zum Einsatz. Die kostenlose Software lässt sich hier downloaden.
Prey läuft unter allen gängigen Betriebssystemen wie Windows, Linux, Mac OSX und Android, eine Version für iOS soll demnächst im Apple Appstore erscheinen.
Prey arbeitet ohne grosses Aufsehen. Das Icon ist versteckt auf dem Notebook, Smartphone und seit heute auf meinem Galaxy Tab mit Android. Die Installation geht unkompliziert und schnell. Downloaden, einrichten und euer Equipment ist geschützt.
Der erste auffällige Vorteil von Prey: Eine Applikation schützt alle meine Gerätschaften, die ich in meinem Business Alltag mit mir herumschleppe. ThinkPad, iPhone, Galaxy und co.
Tritt der worst-Case ein lässt sich Prey via SMS oder Internet aktivieren, wobei Prey so konfiguriert werden kann, das es automatisch nach offen WLan«s sucht, sollte keine Internetverbindung bestehen. Ist Prey im Aktive-Modus benutzt das Tool GPS oder umliegende WLan«s um seinen Standort zu ermitteln. Falls eine Front Webcam vorhanden lässt sich von dem «Neuen» User auch ein Foto schiessen, Screenshots und Aktivitäten lassen sich tracken.
Aus der Ferne lassen sich die Mailclients Outlook und Thunderbird schützen, gespeicherte Passwörter können optional entfernt werden. Zu guter Letzt lässt sich das Gerät vollständig sperren.
Versetzt Prey von vorneherein in den “active mode» sammelt es in anpassbaren Zeit Intervallen sämtliche Daten und liefert diese in Berichten ab. Der Intervall, in dem Prey auf auszuführende Aktionen oder abzuliefernde Berichte reagiert, lässt sich auf zwei Minuten verkürzen.
Fazit: Eine gute und leicht zu handhabende Lösung um sich ein wenig vor dem Ungemach des Verlustes eines meiner Geräte zu schützen und immerhin ist eine kleine Chance besser als gar keine. Die Installation verlief Problemlos und ein Test ergab bei mir auf meinem Galaxy Tab nach Aktivierung und Austausch der Sim Karte das Prey seinen Dienst tadellos versah.
Der Artikel wurde in Form eines Gastbeitrags von Wolfgang Thies verfasst und mit per Mail zugesendet. Vielen Dank dafür, Wolfgang!
Prey bietet verschiedene Pakete an mit denen man seine Geräte schützen kann: Mit dem kostenlosen kann man bis zu 3 Geräte verwalten und bis zu 10 Reports werden gespeichert bevor die alten gelöscht werden.
Man muss die Reports bei einem Verlust jedoch manuell über die Weboberfläche vom Gerät anfordern. Den oben beschriebenen “active mode” kann man bei den kostenpflichtigen Plänen ab 5 Dollar im Monat nutzen.
Zum Orten von Geräten finde ich Prey sehr gut aufgebaut und auch einfach zum konfigurieren. So oder so empfehle ich aber jedem Benutzer seine wichtigen Daten oder die ganzen Festplatten – zumindest bei Notebooks – zu verschlüsseln. Bei Smartphones geht das ja nicht so einfach.
Hatte jemand von euch schon einmal eines seiner Geräte verloren oder es wurde sogar gestohlen? Wenn ja, hattet ihr Prey oder eine Ähnliche Software im Einsatz mit der ihr wieder zum Gerät gefunden habt?
