Ganz nach dem Motto Zeit ist Geld ist heutzutage immer mal wieder die Rede von Getting Things Done. Wohl schon — fast — ein Kandidat für die Bullshit-Bingo Liste.
Kurz: Getting Things Done (GTD) ist eine Selbstmanagement-Methode bei der es darum geht laufende Aufgaben so rasch und effizient wie möglich zu erledigen.
Das Ganze kommt nicht nur im Business-Umfeld, sondern auch Privat immer mehr zum Einsatz. Denn das Ziel eines Jeden ist es Aufgaben möglichst schnell zu erledigen. Dazu hat jeder so seine Strategie. Doch jede dieser Strategien und Ansätze lassen sich optimieren, damit das Ganze noch effizienter funktioniert.
Habe ich in letzter Zeit immer mal wieder bei mir persönlich festgestellt, wo genau es noch zu optimieren gilt und wie einfach sich dies teilweise machen lässt!
Im Wikipedia Artikel gibt es dazu ein ganz interessantes MindMap, welches die einzelnen Schritte von Getting Things Done auflistet und einen Einblick in das Thema ermöglicht. Das Ganze ist mit simplen Beispielen erläutert.
Einige Auszüge die ich daraus habe ich gleich im Anschluss aufgelistet. Sofern nicht anders vermerkt beziehen sich diese Punkte auf Aufgaben.
- Angefangenes nicht wieder zurücklegen
- Nicht vor sich hin schieben
- Reihenfolge einhalten (first come, first serve)
- Alles erfassen
- Im Zweifelsfall löschen
- Wo nötig Verschieben, z.b. in Termin umwandeln
- Durchsehen / Wochenrückblick
Was mache ich im Bereich Getting Things Done? Bis jetzt habe ich mich noch nicht intensiv damit auseinander gesetzt, daher wird es Zeit dies nach zu holen.
Auf alle Fälle versuche ich Informationen bzw. in diesem Fall Aufgaben zentral zu sammeln und auch zentral abzulegen. Als GTD-Tools kommt aktuell Evernote sowie die Markier-Funktion in Google Mail zum Einsatz. Ebenso eine Portion weniger ist mehr.
Bei der Abarbeitung der Aufgaben hapert es noch an verschiedenen Stellen, denn das passiert bei mir aktuell noch etwas chaotisch und könnte durchaus mehr nach dem GTD-Prinzip erfolgen.
Natürlich interessiert es mich auch, was ihr zum Thema GTD denkt! Seit ihr eher chaotisch und macht eure Aufgaben nach Lust und Laune, oder arbeitet ihr nach einem speziellen Prinzip? Was sind die Kernpunkte eurer Strategie? Auf welche Tools setzt ihr?
Zum Schluss möchte ich noch zwei-drei weitere Blogartikel verlinken, die sich mit dem gleichen Thema befassen und viele weitere Tipps und Tricks zu GTD enthalten. Es lohnt sich auf alle Fälle Zeit dafür zu investieren!
- GTD Grundlagen
- GTD Wochenrückblick
- 3 Apps for getting things done
- Get Things Done! 8 Productivity Blogs
- Blogparade zum Thema Getting Things Done
Bild: von Teo unter CC BY-SA 2.0

Nach welchem System man arbeitet, GTD oder sonst etwas, ist weniger wichtig. Wichtiger, ja das Wichtigste ist, dass man «dran bleibt», d.h. das man vom Zufallsprinzip der Arbeitserledigung wechselt zu einem einfachen Arbeitssystem, und dieses dann in seinen Grundzügen in etwa beibehält.
Ich betone «in den Grundzügen in etwa», denn je nach Auslastung und Aufgaben ist es sinnvoll, das System auf die Situation anzupassen und nicht die Situation auf das System. Das betrifft vor allem die Werkzeuge. Ich hab’s auch schon mit irgendwelchen elektronischen Hilfmitteln versucht, und alle samt und sonders verworfen. Ich bin immer wieder zu Papier und Schreibzeug zurückgekehrt, meistens schreibe ich auf A4, aber zwischendurch kann es durchaus auch einmal ein Miniformat sein.
(A propos elektronische Hilfsmittel und Evernote: Ich habe bereits Furl, Delicious, Google Lesezeichen, Google Notizen und Evernote ausprobiert, war immer unzufrieden. Vor einigen Monaten habe ich auf Memonic gewechselt — http://www.memonic.com — das alle anderen um Längen übertrifft. Es ist schnell, ist Web-Clipper und Notizsystem in einem.)
Mein System ist ein einfaches GTD: Eine Aufgabenliste pro Projekt, eine Aufgabenliste für alles, was in kein Projekt passt, und täglich eine Aufgabenliste für den Tag — die ich aber manchmal, je nach Anzahl und Umfang der Aufgaben, während mehreren Tagen fortführe. Die Aufgaben, die ich heute erledigt haben muss, markiere ich links zusätzlich mit einem Kästchen: Habe ich eine Aufgabe erledigt, hake ich sie ab: Am Abend müssen mindestens alle Kästchen abgehakt sein.
Das Lästigste, aber unerlässlich, sind die vielen Inputkanäle, die in meine Aufgabenlisten einfliessen: Notizen einer Besprechung; Notizen, die ich auf Zetteln (A7! oder auch A6) mache, die ich in einem Minimäppchen ablege, das ich (theoretisch) immer bei mir habe, E-Mails, und ein paar Dinge mehr. Man muss sich einfach angewöhnen, alles regelmässig durchzuarbeiten und diese Gewohnheit beibehalten! Dabei ist wichtig, dass man erstens sofort erledigt, was man in null Komma gar nichts Zeit erledigt hat, und dass man das Übrige in den Aufgabenlisten schriftlich festhält.
Morgens stelle ich die Aufgabenliste auf, oder gehe sie durch und ergänze sie, wenn ich die vom Vortag weiterführe: Je nach Aufgaben blicke ich den ganzen Tag nicht mehr drauf und freue mich aufs Abhaken am Abend! Oder, wenn viel Kleinzeugs anfällt, komme ich x-Mal am Tage auf die Liste zurück.
ZTD — Zen to Done, eine «Weiterentwicklung» von GTD, ist hier zu finden: http://imgriff.com/serien/zen-to-done/ — Ich kann die Lektüre des 50-seitigen PDF-Buchs über ZTD, das man sich dort gratis herunterladen, nur empfehlen. Dazu gibt’s Mengen von Blog-Beiträgen zu ZTD un GTD. (Du erwähnst ja oben auch ein paar auf der gleichen Site.) Das ZTD-Buch legt dar, wie man sich die Gewohnheiten aneignet und beibehält, aus denen das Selbstmanagement mit GTD / ZTD im Wesentlichen besteht. Das ist das Schwierigste: Sich die Methodik angewöhnen und dabei bleiben.
So ein Aufgabensystem bringt Erleichterung: Ich muss nicht mehr an tausend Dinge denken. Habe ich sie einmal aufgeschrieben, kommen sie dank der Gewohnheiten quasi «automatisch» wieder auf mich zu! Das kann schon mal nerven, denn erledigen tut das System leider nichts!
Vielen Dank für deine vielen Inputs und die Links zum Zen to Done Handbuch! Werde ich in einer ruhigen Minute auf alle Fälle mal durchlesen.
Ich denke auch, dass es auf alle Fälle sehr wichtig ist, dass man mit seinem System zurecht kommt und damit gut arbeiten kann. Was es schlussendlich für ein System ist, ist egal.
Auch Danke für den ZTD-Link. Hat mir enorm geholfen, da es das «originale» Konzept stark vereinfacht. Ich verwende in der Zwischenzeit eine leicht abgewandelte Version von ZTD und nutze für die persönlichen Sachen Springpad. Das Tool ist sehr gut und integriert sich sehr einfach mit Gmail und Google Kalender (war genau was ich brauchte).
Im Büro habe ich das Outlook ein bisschen angepasst — das geht auch. Wichtig ist einfach, alles sofort als Task oder Kalendereintrag (falls es ein fixes Datum hat) einzutragen. Aus einen Task einen Kalendereintrag machen und umgekehrt geht auch sehr einfach.
Also was mir immer wieder auffällt wenn ich derartige Themen aufgegriffen finde — und da schließe ich mich selbst nicht aus — ist folgendes:
Man muss aufpassen, dass man nicht vor lauter Planung und Vorbereitung die eigentliche Umsetzung des Geplanten vernachlässigt.
Zudem ist man (oder geht das nur mir so?) schnell dazu geneigt, mehr Zeit in das Suchen und Umsetzen solcher Planungsmodelle zu investieren, als in die eigentlichen Aufgaben. Ich meine damit gerade private Aufgaben und Pflichten. Man könnte sich jetzt natürlich hinsetzen und die wirkliche Zeitersparnis einmal nachrechnen — wobei man sich dabei allerdings ebenso in einer Milchmädchenrechnung verfangen könnte und wieder nicht die eigentlich wichtigen Dinge erledigt.
Ich halte derartige Konzepte eben für ein zweischneidiges Schwert. Manch einer mag sich damit befassen um die eigentliche Arbeit aufzuschieben und zugleich sein Gewissen zu beruhigen — man hat ja schließlich etwas getan: Man hat geplant und überlegt, welchen Plan man verfolgt, um seine wirklichen Aufgaben zu bewältigen. *zwinker*
Sehe ich gleich, man sollte sich nicht mehrheitlich mit dem System, sondern mit der eigentlichen Arbeit befassen.
Ich denke eine gesunde Mischung zwischen passendem System und der Durchführung der Arbeit macht Sinn. Grundsätzlich muss man sich so ein System ja nur einmalig zurecht legen und arbeitet dann einfach damit.
Hallo Jeffrey und danke für die hilfreichen Tipps und Links. Und auch ich kann mich meinen vorkommentatoren nur anschließen:
http://imgriff.com/serien/zen-to-done/ rockt, daher kommt der Name meiner Seite und daran sieht man auch ich beschäftige mich schon länger mit GTD.
Und ja auch ich stimme zu, dass man das System an die Situation anpassen muss und vor lauter Planung nicht alles noch komplizierter macht, anstatt es zu vereinfachen!
Und empfehlen kann ich hier nur Rememberthemilk, klein und einfach und aus den verschiedensten Inputquellen befüllbar! ;-) Und auch vor Siri macht es nicht halt! ;-)
Gruß Matthias
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