Getting Things Done! Nur wie?

13.12.2011 | 7 Kommentare | Jeffrey

Ganz nach dem Motto Zeit ist Geld ist heut­zu­tage immer mal wie­der die Rede von Get­ting Things Done. Wohl schon —  fast — ein Kan­di­dat für die Bullshit-Bingo Liste.

Kurz: Get­ting Things Done (GTD) ist eine Selbstmanagement-Methode bei der es darum geht lau­fende Auf­ga­ben so rasch und effi­zi­ent wie mög­lich zu erledigen.

Das Ganze kommt nicht nur im Business-Umfeld, son­dern auch Pri­vat immer mehr zum Ein­satz. Denn das Ziel eines Jeden ist es Auf­ga­ben mög­lichst schnell zu erle­di­gen.  Dazu hat jeder so seine Stra­te­gie. Doch jede die­ser Stra­te­gien und Ansätze las­sen sich opti­mie­ren, damit das Ganze noch effi­zi­en­ter funktioniert.

Habe ich in letz­ter Zeit immer mal wie­der bei mir per­sön­lich fest­ge­stellt, wo genau es noch zu opti­mie­ren gilt und wie ein­fach sich dies teil­weise machen lässt!

Im Wiki­pe­dia Arti­kel gibt es dazu ein ganz inter­es­san­tes Mind­Map, wel­ches die ein­zel­nen Schritte von Get­ting Things Done auf­lis­tet und einen Ein­blick in das Thema ermög­licht. Das Ganze ist mit sim­plen Bei­spie­len erläutert.

Einige Aus­züge die ich dar­aus habe ich gleich im Anschluss auf­ge­lis­tet. Sofern nicht anders ver­merkt bezie­hen sich diese Punkte auf Aufgaben.

  • Ange­fan­ge­nes nicht wie­der zurücklegen
  • Nicht vor sich hin schieben
  • Rei­hen­folge ein­hal­ten (first come, first serve)
  • Alles erfas­sen
  • Im Zwei­fels­fall löschen
  • Wo nötig Ver­schie­ben, z.b. in Ter­min umwandeln
  • Durch­se­hen / Wochenrückblick

Was mache ich im Bereich Get­ting Things Done? Bis jetzt habe ich mich noch nicht inten­siv damit aus­ein­an­der gesetzt, daher wird es Zeit dies nach zu holen.

Auf alle Fälle ver­su­che ich Infor­ma­tio­nen bzw. in die­sem Fall Auf­ga­ben zen­tral zu sam­meln und auch zen­tral abzu­le­gen. Als GTD-Tools kommt aktu­ell Ever­note sowie die Markier-Funktion in Google Mail zum Ein­satz. Ebenso eine Por­tion weni­ger ist mehr.

Bei der Abar­bei­tung der Auf­ga­ben hapert es noch an ver­schie­de­nen Stel­len, denn das pas­siert bei mir aktu­ell noch etwas chao­tisch und könnte durch­aus mehr nach dem GTD-Prinzip erfolgen.

Natür­lich inter­es­siert es mich auch, was ihr zum Thema GTD denkt! Seit ihr eher chao­tisch und macht eure Auf­ga­ben nach Lust und Laune, oder arbei­tet ihr nach einem spe­zi­el­len Prin­zip? Was sind die Kern­punkte eurer Stra­te­gie? Auf wel­che Tools setzt ihr?

Zum Schluss möchte ich noch zwei-drei wei­tere Blo­g­ar­ti­kel ver­lin­ken, die sich mit dem glei­chen Thema befas­sen und viele wei­tere Tipps und Tricks zu  GTD ent­hal­ten. Es lohnt sich auf alle Fälle Zeit dafür zu investieren!

Bild: von Teo unter CC BY-SA 2.0

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7 Kommentare

  1. Norbert Nigg (13/12/2011) Antworten

    Nach wel­chem Sys­tem man arbei­tet, GTD oder sonst etwas, ist weni­ger wich­tig. Wich­ti­ger, ja das Wich­tigste ist, dass man «dran bleibt», d.h. das man vom Zufalls­prin­zip der Arbeits­er­le­di­gung wech­selt zu einem ein­fa­chen Arbeits­sys­tem, und die­ses dann in sei­nen Grund­zü­gen in etwa beibehält.

    Ich betone «in den Grund­zü­gen in etwa», denn je nach Aus­las­tung und Auf­ga­ben ist es sinn­voll, das Sys­tem auf die Situa­tion anzu­pas­sen und nicht die Situa­tion auf das Sys­tem. Das betrifft vor allem die Werk­zeuge. Ich hab’s auch schon mit irgend­wel­chen elek­tro­ni­schen Hilf­mit­teln ver­sucht, und alle samt und son­ders ver­wor­fen. Ich bin immer wie­der zu Papier und Schreib­zeug zurück­ge­kehrt, meis­tens schreibe ich auf A4, aber zwi­schen­durch kann es durch­aus auch ein­mal ein Mini­for­mat sein.

    (A pro­pos elek­tro­ni­sche Hilfs­mit­tel und Ever­note: Ich habe bereits Furl, Deli­cious, Google Lese­zei­chen, Google Noti­zen und Ever­note aus­pro­biert, war immer unzu­frie­den. Vor eini­gen Mona­ten habe ich auf Memo­nic gewech­selt — http://www.memonic.com — das alle ande­ren um Län­gen über­trifft. Es ist schnell, ist Web-Clipper und Notiz­sys­tem in einem.)

    Mein Sys­tem ist ein ein­fa­ches GTD: Eine Auf­ga­ben­liste pro Pro­jekt, eine Auf­ga­ben­liste für alles, was in kein Pro­jekt passt, und täg­lich eine Auf­ga­ben­liste für den Tag — die ich aber manch­mal, je nach Anzahl und Umfang der Auf­ga­ben, wäh­rend meh­re­ren Tagen fort­führe. Die Auf­ga­ben, die ich heute erle­digt haben muss, mar­kiere ich links zusätz­lich mit einem Käst­chen: Habe ich eine Auf­gabe erle­digt, hake ich sie ab: Am Abend müs­sen min­des­tens alle Käst­chen abge­hakt sein.

    Das Läs­tigste, aber uner­läss­lich, sind die vie­len Input­ka­näle, die in meine Auf­ga­ben­lis­ten ein­flies­sen: Noti­zen einer Bespre­chung; Noti­zen, die ich auf Zet­teln (A7! oder auch A6) mache, die ich in einem Mini­mäpp­chen ablege, das ich (theo­re­tisch) immer bei mir habe, E-Mails, und ein paar Dinge mehr. Man muss sich ein­fach ange­wöh­nen, alles regel­mäs­sig durch­zu­ar­bei­ten und diese Gewohn­heit bei­be­hal­ten! Dabei ist wich­tig, dass man ers­tens sofort erle­digt, was man in null Komma gar nichts Zeit erle­digt hat, und dass man das Übrige in den Auf­ga­ben­lis­ten schrift­lich festhält.

    Mor­gens stelle ich die Auf­ga­ben­liste auf, oder gehe sie durch und ergänze sie, wenn ich die vom Vor­tag wei­ter­führe: Je nach Auf­ga­ben bli­cke ich den gan­zen Tag nicht mehr drauf und freue mich aufs Abha­ken am Abend! Oder, wenn viel Klein­zeugs anfällt, komme ich x-Mal am Tage auf die Liste zurück.

    ZTD — Zen to Done, eine «Wei­ter­ent­wick­lung» von GTD, ist hier zu fin­den: http://imgriff.com/serien/zen-to-done/ — Ich kann die Lek­türe des 50-seitigen PDF-Buchs über ZTD, das man sich dort gra­tis her­un­ter­la­den, nur emp­feh­len. Dazu gibt’s Men­gen von Blog-Beiträgen zu ZTD un GTD. (Du erwähnst ja oben auch ein paar auf der glei­chen Site.) Das ZTD-Buch legt dar, wie man sich die Gewohn­hei­ten aneig­net und bei­be­hält, aus denen das Selbst­ma­nage­ment mit GTD / ZTD im Wesent­li­chen besteht. Das ist das Schwie­rigste: Sich die Metho­dik ange­wöh­nen und dabei bleiben.

    So ein Auf­ga­ben­sys­tem bringt Erleich­te­rung: Ich muss nicht mehr an tau­send Dinge den­ken. Habe ich sie ein­mal auf­ge­schrie­ben, kom­men sie dank der Gewohn­hei­ten quasi «auto­ma­tisch» wie­der auf mich zu! Das kann schon mal ner­ven, denn erle­di­gen tut das Sys­tem lei­der nichts!

    • Jeffrey (15/12/2011)

      Vie­len Dank für deine vie­len Inputs und die Links zum Zen to Done Hand­buch! Werde ich in einer ruhi­gen Minute auf alle Fälle mal durchlesen.

      Ich denke auch, dass es auf alle Fälle sehr wich­tig ist, dass man mit sei­nem Sys­tem zurecht kommt und damit gut arbei­ten kann. Was es schluss­end­lich für ein Sys­tem ist, ist egal.

    • Thomas (22/12/2011)

      Auch Danke für den ZTD-Link. Hat mir enorm gehol­fen, da es das «ori­gi­nale» Kon­zept stark ver­ein­facht. Ich ver­wende in der Zwi­schen­zeit eine leicht abge­wan­delte Ver­sion von ZTD und nutze für die per­sön­li­chen Sachen Spring­pad. Das Tool ist sehr gut und inte­griert sich sehr ein­fach mit Gmail und Google Kalen­der (war genau was ich brauchte).
      Im Büro habe ich das Out­look ein biss­chen ange­passt — das geht auch. Wich­tig ist ein­fach, alles sofort als Task oder Kalen­der­ein­trag (falls es ein fixes Datum hat) ein­zu­tra­gen. Aus einen Task einen Kalen­der­ein­trag machen und umge­kehrt geht auch sehr einfach.

  2. basti (14/12/2011) Antworten

    Also was mir immer wie­der auf­fällt wenn ich der­ar­tige The­men auf­ge­grif­fen finde — und da schließe ich mich selbst nicht aus — ist folgendes:

    Man muss auf­pas­sen, dass man nicht vor lau­ter Pla­nung und Vor­be­rei­tung die eigent­li­che Umset­zung des Geplan­ten vernachlässigt.

    Zudem ist man (oder geht das nur mir so?) schnell dazu geneigt, mehr Zeit in das Suchen und Umset­zen sol­cher Pla­nungs­mo­delle zu inves­tie­ren, als in die eigent­li­chen Auf­ga­ben. Ich meine damit gerade pri­vate Auf­ga­ben und Pflich­ten. Man könnte sich jetzt natür­lich hin­set­zen und die wirk­li­che Zeit­er­spar­nis ein­mal nach­rech­nen — wobei man sich dabei aller­dings ebenso in einer Milch­mäd­chen­rech­nung ver­fan­gen könnte und wie­der nicht die eigent­lich wich­ti­gen Dinge erledigt.

    Ich halte der­ar­tige Kon­zepte eben für ein zwei­schnei­di­ges Schwert. Manch einer mag sich damit befas­sen um die eigent­li­che Arbeit auf­zu­schie­ben und zugleich sein Gewis­sen zu beru­hi­gen — man hat ja schließ­lich etwas getan: Man hat geplant und über­legt, wel­chen Plan man ver­folgt, um seine wirk­li­chen Auf­ga­ben zu bewäl­ti­gen. *zwinker*

    • Jeffrey (15/12/2011)

      Sehe ich gleich, man sollte sich nicht mehr­heit­lich mit dem Sys­tem, son­dern mit der eigent­li­chen Arbeit befassen.

      Ich denke eine gesunde Mischung zwi­schen pas­sen­dem Sys­tem und der Durch­füh­rung der Arbeit macht Sinn. Grund­sätz­lich muss man sich so ein Sys­tem ja nur ein­ma­lig zurecht legen und arbei­tet dann ein­fach damit.

  3. mac (15/12/2011) Antworten

    Hallo Jef­frey und danke für die hilf­rei­chen Tipps und Links. Und auch ich kann mich mei­nen vor­kom­men­ta­to­ren nur anschließen:

    http://imgriff.com/serien/zen-to-done/ rockt, daher kommt der Name mei­ner Seite und daran sieht man auch ich beschäf­tige mich schon län­ger mit GTD.

    Und ja auch ich stimme zu, dass man das Sys­tem an die Situa­tion anpas­sen muss und vor lau­ter Pla­nung nicht alles noch kom­pli­zier­ter macht, anstatt es zu vereinfachen!

    Und emp­feh­len kann ich hier nur Remem­ber­the­milk, klein und ein­fach und aus den ver­schie­dens­ten Input­quel­len befüll­bar! ;-) Und auch vor Siri macht es nicht halt! ;-)

    Gruß Mat­thias

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