Update: Mittlerweile habe ich die Cloud Station zusammen mit der DSM 4.0 selber getestet und meine vorläufige Meinung dazu in einem separaten Beitrag hinterlassen.
Sehr interessantes Thema, was der Carsten da anspricht. Es geht um Synology. Habe ich hier schon das eine oder andere Mal erwähnt — NAS Hersteller.
An der CES hat Synology die Betaversion der neuen Firmware, DSM 4.0 vorgestellt. Neben vielen, vor allem auch optischen Änderungen wird eine Cloud Station enthalten sein.
Um es kurz zu machen: Die eigene Cloud, die eigene Dropbox Alternative. Verschiedene Varianten (eher zum Basteln) habe ich schon vorgestellt, die Cloud Station wird dann jedoch nach dem Prinzip Starten und Loslegen funktionieren.
Da Ganze dann vollständig im eigenen Netzwerk und auf dem eigenen Synology NAS. Was das Thema Privatsphäre und Datenschutz angeht natürlich eine optimale Lösung. Umso wichtiger wird dafür das Anlegen von Backups.
Windows Client und Mobile Apps sollen von Anfang an mit dabei sein. Inklusive Datei-Versionierung. Bezüglich Sharing habe ich noch keine Infos gefunden.
Das folgendes YouTube Video gibt bereits einen Eindruck in die verschiedenen Neuheiten der DSM 4.0 sowie speziell der Cloud Station.
Zeitlich wird die finale Version vom DSM 4.0 laut CNET wohl in den kommenden Monaten erscheinen. Spannendes Detail: die Synology Cloud Station wird auf allen Geräten ab Baujahr 2008 funktionieren. Etwas, was ich an Synology schätze. Das Beta Programm (noch nicht aktiv) findet sich hier.
Ich bin gespannt darauf und werde dann natürlich gleich selber testen. Kann es mir gut vorstellen, dass sich das Ganze als Dropbox Alternative eignet. Speziell auch für heiklere Daten oder KMUs.
Wer von euch kann sich vorstellen die Synology Cloud Station, eventuell als Alternative zu der Dropbox zu verwenden?


Sehr geil. Allerdings muss ich dann noch warten, bis die den Mac-Client fertig haben. Dann wird mein Dropbox-Account wirklich nicht mehr benötigt. Aus Datenschutz-Sicht eine klasse Sache.
Wie im Synology-Forum zu lesen aber recht unbrauchbar.
u.a.:
– max 100 MB je Datei
– keine . und _ in Dateinamen (und ein paar andere auch nicht)
– die Datei darf keine .tmp und keine desktop.ini sein (und ein paar andere auch nicht)
http://www.synology-forum.de/showthread.html?26010-DSM-4.0-B.….bleme-Bugs
http://www.synology-forum.de/showthread.html?25292-DSM-4-im-.….Anmarsch
In gewisser Weise sind die NAS-Systeme jetzt auch schon kleine lokale Clouds.
Und mit den gängigen Routern und Internetanschlüssen kann man die Daten auch via Internet verfügbar machen.
Dafür brauche ich keine neue Firmware.
Geht auch alles brav ohne zusätzliche Anschaffungen, bei mir funktioniert das Super mit einem alten Laptop und Windows Server 2003 — Dateien verwalten von unterwegs, auch via Mobile-Browser.
Philipp
@mega: Gut, das schränkt die «Useability» natürlich schon stark ein. Aber erst mal sehen, was da kommt und dann testen…
@Philipp: Das was Du beschreibst, ist ja längst nicht das, was die CloudStation oder auch Dropbox macht. Der große Vorteil ist ja, dass man die Dateien immer lokal auf dem Rechner zur Bearbeitung hat (Performance beim Laden und Speichern) und man sich um die Synchronisation nicht kümmern muss.
Man kann ja auch einfach FTP, Webdav und Co. benutzen. Bei Qnap gibt’s seit einiger Zeit schon eine Cloud-Dienst, wo man eine Subdomain zugewiesen bekommt (ähnlich DynDNS) und dann extern auf seine NAS zugreifen kann.
Das meiner Meinung nach größte Problem ist, das die DSL-Geschwindigkeit das bei vielen Leuten nicht mitmacht und es dann zu nervigen Verzögerungen im Vergleich zu Anbietern wie Dropbox kommt.
Wie bereits angesprochen, unterscheidet sich die Synology Cloud Station durch die eingebaute Sync Funktion — analog zur Dropbox — (Dateien werden auf dem Client gespeichert und bei Verbindung mit dem NAS synchronisiert) von anderen Lösungen wie FTP oder Webdav.
Das Beta-Programm ist ja mittlerweile auch Online. Denke, dass die von @mega angesprochenen Themen auch noch von Synology verbessert werden.
http://www.synology.com/support/beta_program.php?lang=deu
Zumindest die 100 MB sind jetzt als Limitation der Beta aufgeführt.
Das gratis Update auch für alte NAS ist an Synology wirklich Vorbildlich. Ich bin gespannt auf V4, werde diese Version auch an meinen zwei Station installieren ;)
Habe mir auch gerade die Beta der neuen 4 er Version vom DSM installiert. Jetzt noch die Mac Version von von Cloud Station abwarten und dann wandern meine Dateien von der Dropbox wieder ins eigene Netzwerk. :-) Cool.
Die finale Version der DSM 4.0 erscheint laut Synology übrigens bereits schon Anfang März. Bezüglich der OS X Version für die Cloud Station habe ich noch keine Informationen. Denke jedoch, dass auch diese nicht mehr weit weg ist.
Cooles Thema. Ich hab ja die Hardware, in etwa die gleichen Anforderungen und warte jetzt mal genüsslich, wie’s die Cracks hinkriegen, bevor ich was am bestehenden System ändere. Bin auf dem Gebiet total unterbelichtet und kann mir nicht leisten, selber zu experimentieren.
In dem Sinne danke ich Dir, Christian, für das Anreissen des Themas und allen anderen für ihren Input. Tolle Sache!
Klingt auf jeden Fall sehr spannend. Kann ja letztlich nicht so schwer sein, einen Dienst wie Dropbox auf einem Nas zu installieren. Viele Nas-Hersteller werben inzwischen mit solchen Diensten, aber so praktisch und bequem wie Dropbox sind sie wohl nicht. Damit steht und fällt aber alles.
Bin gespannt auf die Testresultate, wie schnell bzw langsam (Upload ADSL) sich das im Vergleich mit DropBox dann wirklich anfühlt. Ausserdem: Bei DB fühle ich mich derzeit gerade in Sachen Backup und Verfügbarkeit der Daten extrem gut aufgehoben. Für die Aperture Datenbank zB könnte die Synology Cloud Station aber ganz nützlich sein.
Die Datentransfer-Rate ist maßgeblich von Deiner DSL-Leitung abhängig. Unabhängig davon sehe ich aber einen großen Vorteil im Vergleich zu Dropbox: Das Hochladen über das eigene Netz ist deutlich schneller als Dropbox, weil das NAS im eigenen Netzwerk hängt. Problematisch dürfte nur das Herunterladen von Daten in der Ferne sein, aber da man da nicht auf einen Fortschrittsbalken starren muss, dürfte es nicht so ein Drama sein. Zumal Dropbox nach meinem Kenntnisstand Server in den USA nutzt.
Hi!
Ich finde, dass man absolut nicht von einer Alternative zur Dropbox reden kann.
Grund: Nur der Ordner (/ später die Ordner:) «Home» können syncronisiert werden. Gemeinsame Ordner nicht.
Schließlich kann man bei Dropbox jeden Ordner mit anderen Nutzern teilen. Für mich verliert die Cloud auch so ziemlich ihren Sinn, wenn ich diese Ordner nicht syncronisieren kann. Den Home Ordner nutze ich fast am wenigsten. Durch die Möglichkeit den Zugriff auf Gemeinsame Ordner zu beschränken sind diese die perfekte Lösung für jeden Bedarf (allein, geteilt mit bestimmten Nutzern, geteilt mit allen Nutzern).
Aber das Grundproblem, das auch bei Dropbox nur ein Ordner je PC geht ist dann ja gleich.
Hat denn jemand schon Erfahrung mit dieser Synology-Lösung gemacht? Läuft der Windows-Client (Mac-Client ist ja noch nicht verfügbar) so bequem und unbemerkt im Hintergrund wie bei Dropbox? Kann man Ordner mit Freunden teilen?
In spätestens einem Monat wird die finale Version der DSM 4.0 auf den Markt kommen. In diesem Zusammenhang erhalte ich ein Testgerät von Synology.
Es wird also demnächst einen entsprechenden Testbericht von mir dazu geben — mit Fokus auf die Cloud Station, denke ich.
Ich habe die CloudStation mit der Synology bereits getestet. Neben den bekannten Mankos kommen noch andere dazu:
– Ich kann nicht Ordner A mit Person A und Ordner B mit Person B teilen. Ich kann nur mit 1 Person die Ordner teilen (synchronisieren). Ich kann aber auf der Synology 4 verschiedene Benutzer eröffnen. Diese werden nicht mit Person A und meinem PC synchronisiert, sondern nur mit Person A und Synolgoy (spezieller Ordner auf der Synology).
Was für mich noch schlimmer ist: ich kann keine DynDNS eingeben, sondern nur mit einer speziellen Nummer, die ezCloud-ID. Mir hat ein Informatikingenieur gesagt, dass alle Daten, die ich über die Cloud sende, zuerst zu einem Server von Synology in GB
gehen. Da weiss keiner, was mit diesen Daten geschieht. Von Datensicherheit auf der eigenen Synology keine Spur
Danke für deinen Input! Ich werde mir die Sache mit der ezCloud-ID beim Test genauer anschauen und allenfalls direkt bei Synology nachfragen.
So wie das auf der Synology-Webseite definiert ist, hört es sich schon so an, als ob die Daten hier zuerst über die Synology-Server geroutet werden: «QuickConnect offers ezCloud ID which allows you to connect your Synology NAS from Cloud Station client or DS file without setting up port forwarding rules on your router.»
Ich kann nicht glauben, dass Synology alle Daten durch ein RZ schickt. Das würde schlicht zu viel Traffic verursachen und das ohne Refinanzierung. Ich bin sicher, dass Synology über sein Rechenzentrum schlicht die Verbindung zwischen dem Rechner und dem NAS per Internet herstellt. Beide Geräte melden sich dort mit ihrer IP an und erfahren, unter welcher IP sie den anderen Rechner finden können.