Synology Cloud Station: Perfekte Dropbox Alternative?

15.01.2012 | 21 Kommentare | Jeffrey

Update: Mitt­ler­weile habe ich die Cloud Sta­tion zusam­men mit der DSM 4.0 sel­ber getes­tet und meine vor­läu­fige Mei­nung dazu in einem sepa­ra­ten Bei­trag hinterlassen.

Sehr inter­es­san­tes Thema, was der Cars­ten da anspricht. Es geht um Syn­o­logy. Habe ich hier schon das eine oder andere Mal erwähnt — NAS Her­stel­ler.

An der CES hat Syn­o­logy die Beta­ver­sion der neuen Firm­ware, DSM 4.0 vor­ge­stellt. Neben vie­len, vor allem auch opti­schen Ände­run­gen wird eine Cloud Sta­tion ent­hal­ten sein.

Um es kurz zu machen: Die eigene Cloud, die eigene Drop­box Alter­na­tive. Ver­schie­dene Vari­an­ten (eher zum Bas­teln) habe ich schon vor­ge­stellt, die Cloud Sta­tion wird dann jedoch nach dem Prin­zip Star­ten und Los­le­gen funktionieren.

Bild: Syn­o­logy / CNET

Da Ganze dann voll­stän­dig im eige­nen Netz­werk und auf dem eige­nen Syn­o­logy NAS. Was das Thema Pri­vat­sphäre und Daten­schutz angeht natür­lich eine opti­male Lösung. Umso wich­ti­ger wird dafür das Anle­gen von Back­ups.

Win­dows Cli­ent und Mobile Apps sol­len von Anfang an mit dabei sein. Inklu­sive Datei-Versionierung. Bezüg­lich Sharing habe ich noch keine Infos gefunden.

Das fol­gen­des YouTube Video gibt bereits einen Ein­druck in die ver­schie­de­nen Neu­hei­ten der DSM 4.0 sowie spe­zi­ell der Cloud Station.

Zeit­lich wird die finale Ver­sion vom DSM 4.0 laut CNET wohl in den kom­men­den Mona­ten erschei­nen. Span­nen­des Detail: die Syn­o­logy Cloud Sta­tion wird auf allen Gerä­ten ab Bau­jahr 2008 funk­tio­nie­ren. Etwas, was ich an Syn­o­logy schätze. Das Beta Pro­gramm (noch nicht aktiv) fin­det sich hier.

Ich bin gespannt dar­auf und werde dann natür­lich gleich sel­ber tes­ten. Kann es mir gut vor­stel­len, dass sich das Ganze als Drop­box Alter­na­tive eig­net. Spe­zi­ell auch für heik­lere Daten oder KMUs.

Wer von euch kann sich vor­stel­len die Syn­o­logy Cloud Sta­tion, even­tu­ell als Alter­na­tive zu der Drop­box zu verwenden?

Ähnliche Artikel

Synology Cloud Station noch verbesserungswürdig
Synology DSM 4.0 Final veröffentlicht
Eigener Dropbox Server? Zumindest fast!
TeamDrive: Dropbox Alternative für den eigenen Server
Synology DS211+ Testbericht: Erster Eindruck

21 Kommentare

  1. Michael Nolte (15/01/2012) Antworten

    Sehr geil. Aller­dings muss ich dann noch war­ten, bis die den Mac-Client fer­tig haben. Dann wird mein Dropbox-Account wirk­lich nicht mehr benö­tigt. Aus Datenschutz-Sicht eine klasse Sache.

  2. Philipp (16/01/2012) Antworten

    In gewis­ser Weise sind die NAS-Systeme jetzt auch schon kleine lokale Clouds.
    Und mit den gän­gi­gen Rou­tern und Inter­net­an­schlüs­sen kann man die Daten auch via Inter­net ver­füg­bar machen.
    Dafür brau­che ich keine neue Firmware.

    Geht auch alles brav ohne zusätz­li­che Anschaf­fun­gen, bei mir funk­tio­niert das Super mit einem alten Lap­top und Win­dows Ser­ver 2003 — Dateien ver­wal­ten von unter­wegs, auch via Mobile-Browser.

    Phil­ipp

  3. Michael Nolte (16/01/2012) Antworten

    @mega: Gut, das schränkt die «Use­a­bi­lity» natür­lich schon stark ein. Aber erst mal sehen, was da kommt und dann testen…

    @Philipp: Das was Du beschreibst, ist ja längst nicht das, was die Cloud­Sta­tion oder auch Drop­box macht. Der große Vor­teil ist ja, dass man die Dateien immer lokal auf dem Rech­ner zur Bear­bei­tung hat (Per­for­mance beim Laden und Spei­chern) und man sich um die Syn­chro­ni­sa­tion nicht küm­mern muss.

  4. Tim (16/01/2012) Antworten

    Man kann ja auch ein­fach FTP, Web­dav und Co. benut­zen. Bei Qnap gibt’s seit eini­ger Zeit schon eine Cloud-Dienst, wo man eine Sub­do­main zuge­wie­sen bekommt (ähnlich DynDNS) und dann extern auf seine NAS zugrei­fen kann.
    Das mei­ner Mei­nung nach größte Pro­blem ist, das die DSL-Geschwindigkeit das bei vie­len Leu­ten nicht mit­macht und es dann zu ner­vi­gen Ver­zö­ge­run­gen im Ver­gleich zu Anbie­tern wie Drop­box kommt.

  5. Jeffrey (16/01/2012) Antworten

    Wie bereits ange­spro­chen, unter­schei­det sich die Syn­o­logy Cloud Sta­tion durch die ein­ge­baute Sync Funk­tion — ana­log zur Drop­box — (Dateien wer­den auf dem Cli­ent gespei­chert und bei Ver­bin­dung mit dem NAS syn­chro­ni­siert) von ande­ren Lösun­gen wie FTP oder Webdav.

    Das Beta-Programm ist ja mitt­ler­weile auch Online. Denke, dass die von @mega ange­spro­che­nen The­men auch noch von Syn­o­logy ver­bes­sert werden.

    http://www.synology.com/support/beta_program.php?lang=deu

  6. mega (16/01/2012) Antworten

    Zumin­dest die 100 MB sind jetzt als Limi­ta­tion der Beta aufgeführt.

  7. Ivan (19/01/2012) Antworten

    Das gra­tis Update auch für alte NAS ist an Syn­o­logy wirk­lich Vor­bild­lich. Ich bin gespannt auf V4, werde diese Ver­sion auch an mei­nen zwei Sta­tion installieren ;)

  8. Christian Leu (04/02/2012) Antworten

    Habe mir auch gerade die Beta der neuen 4 er Ver­sion vom DSM instal­liert. Jetzt noch die Mac Ver­sion von von Cloud Sta­tion abwar­ten und dann wan­dern meine Dateien von der Drop­box wie­der ins eigene Netz­werk. :-) Cool.

  9. Jeffrey (04/02/2012) Antworten

    Die finale Ver­sion der DSM 4.0 erscheint laut Syn­o­logy übri­gens bereits schon Anfang März. Bezüg­lich der OS X Ver­sion für die Cloud Sta­tion habe ich noch keine Infor­ma­tio­nen. Denke jedoch, dass auch diese nicht mehr weit weg ist.

  10. Ray (04/02/2012) Antworten

    Coo­les Thema. Ich hab ja die Hard­ware, in etwa die glei­chen Anfor­de­run­gen und warte jetzt mal genüss­lich, wie’s die Cracks hin­krie­gen, bevor ich was am beste­hen­den Sys­tem ändere. Bin auf dem Gebiet total unter­be­lich­tet und kann mir nicht leis­ten, sel­ber zu experimentieren.

    In dem Sinne danke ich Dir, Chris­tian, für das Anreis­sen des The­mas und allen ande­ren für ihren Input. Tolle Sache!

  11. Sebastian (04/02/2012) Antworten

    Klingt auf jeden Fall sehr span­nend. Kann ja letzt­lich nicht so schwer sein, einen Dienst wie Drop­box auf einem Nas zu instal­lie­ren. Viele Nas-Hersteller wer­ben inzwi­schen mit sol­chen Diens­ten, aber so prak­tisch und bequem wie Drop­box sind sie wohl nicht. Damit steht und fällt aber alles.

  12. Philbee (04/02/2012) Antworten

    Bin gespannt auf die Test­re­sul­tate, wie schnell bzw lang­sam (Upload ADSL) sich das im Ver­gleich mit Drop­Box dann wirk­lich anfühlt. Aus­ser­dem: Bei DB fühle ich mich der­zeit gerade in Sachen Backup und Ver­füg­bar­keit der Daten extrem gut auf­ge­ho­ben. Für die Aper­ture Daten­bank zB könnte die Syn­o­logy Cloud Sta­tion aber ganz nütz­lich sein.

    • Sebastian (19/02/2012)

      Die Datentransfer-Rate ist maß­geb­lich von Dei­ner DSL-Leitung abhän­gig. Unab­hän­gig davon sehe ich aber einen gro­ßen Vor­teil im Ver­gleich zu Drop­box: Das Hoch­la­den über das eigene Netz ist deut­lich schnel­ler als Drop­box, weil das NAS im eige­nen Netz­werk hängt. Pro­ble­ma­tisch dürfte nur das Her­un­ter­la­den von Daten in der Ferne sein, aber da man da nicht auf einen Fort­schritts­bal­ken star­ren muss, dürfte es nicht so ein Drama sein. Zumal Drop­box nach mei­nem Kennt­nis­stand Ser­ver in den USA nutzt.

  13. Toni (18/02/2012) Antworten

    Hi!
    Ich finde, dass man abso­lut nicht von einer Alter­na­tive zur Drop­box reden kann.
    Grund: Nur der Ord­ner (/ spä­ter die Ord­ner:) «Home» kön­nen syn­cro­ni­siert wer­den. Gemein­same Ord­ner nicht.

    Schließ­lich kann man bei Drop­box jeden Ord­ner mit ande­ren Nut­zern tei­len. Für mich ver­liert die Cloud auch so ziem­lich ihren Sinn, wenn ich diese Ord­ner nicht syn­cro­ni­sie­ren kann. Den Home Ord­ner nutze ich fast am wenigs­ten. Durch die Mög­lich­keit den Zugriff auf Gemein­same Ord­ner zu beschrän­ken sind diese die per­fekte Lösung für jeden Bedarf (allein, geteilt mit bestimm­ten Nut­zern, geteilt mit allen Nutzern).

  14. mega (19/02/2012) Antworten

    Aber das Grund­pro­blem, das auch bei Drop­box nur ein Ord­ner je PC geht ist dann ja gleich.

  15. Sebastian (19/02/2012) Antworten

    Hat denn jemand schon Erfah­rung mit die­ser Synology-Lösung gemacht? Läuft der Windows-Client (Mac-Client ist ja noch nicht ver­füg­bar) so bequem und unbe­merkt im Hin­ter­grund wie bei Drop­box? Kann man Ord­ner mit Freun­den teilen?

    • Jeffrey (19/02/2012)

      In spä­tes­tens einem Monat wird die finale Ver­sion der DSM 4.0 auf den Markt kom­men. In die­sem Zusam­men­hang erhalte ich ein Test­ge­rät von Synology.

      Es wird also dem­nächst einen ent­spre­chen­den Test­be­richt von mir dazu geben — mit Fokus auf die Cloud Sta­tion, denke ich.

  16. unespi (23/02/2012) Antworten

    Ich habe die Cloud­Sta­tion mit der Syn­o­logy bereits getes­tet. Neben den bekann­ten Man­kos kom­men noch andere dazu:
    – Ich kann nicht Ord­ner A mit Per­son A und Ord­ner B mit Per­son B tei­len. Ich kann nur mit 1 Per­son die Ord­ner tei­len (syn­chro­ni­sie­ren). Ich kann aber auf der Syn­o­logy 4 ver­schie­dene Benut­zer eröff­nen. Diese wer­den nicht mit Per­son A und mei­nem PC syn­chro­ni­siert, son­dern nur mit Per­son A und Syn­ol­goy (spe­zi­el­ler Ord­ner auf der Synology).

    Was für mich noch schlim­mer ist: ich kann keine DynDNS ein­ge­ben, son­dern nur mit einer spe­zi­el­len Num­mer, die ezCloud-ID. Mir hat ein Infor­ma­tikin­ge­nieur gesagt, dass alle Daten, die ich über die Cloud sende, zuerst zu einem Ser­ver von Syn­o­logy in GB
    gehen. Da weiss kei­ner, was mit die­sen Daten geschieht. Von Daten­si­cher­heit auf der eige­nen Syn­o­logy keine Spur

    • Jeffrey (25/02/2012)

      Danke für dei­nen Input! Ich werde mir die Sache mit der ezCloud-ID beim Test genauer anschauen und allen­falls direkt bei Syn­o­logy nachfragen.

      So wie das auf der Synology-Webseite defi­niert ist, hört es sich schon so an, als ob die Daten hier zuerst über die Synology-Server gerou­tet wer­den: «Quick­Con­nect offers ezCloud ID which allows you to con­nect your Syn­o­logy NAS from Cloud Sta­tion cli­ent or DS file wit­hout set­ting up port for­war­ding rules on your router.»

  17. Sebastian (25/02/2012) Antworten

    Ich kann nicht glau­ben, dass Syn­o­logy alle Daten durch ein RZ schickt. Das würde schlicht zu viel Traf­fic ver­ur­sa­chen und das ohne Refi­nan­zie­rung. Ich bin sicher, dass Syn­o­logy über sein Rechen­zen­trum schlicht die Ver­bin­dung zwi­schen dem Rech­ner und dem NAS per Inter­net her­stellt. Beide Geräte mel­den sich dort mit ihrer IP an und erfah­ren, unter wel­cher IP sie den ande­ren Rech­ner fin­den können.

Beitrag kommentieren

Kommentieren ohne Angabe von Name und E-Mail Adresse möglich. Kommentare werden moderiert. Spam und Offtopic wird gelöscht.