TrekStor HomeServer Übertragungsgeschwindigkeiten

19.07.2010 | 8 Kommentare | Jeffrey

Zu mei­nem aktu­el­len Test­ge­rät dem Trek­Stor Home­Ser­ver habe ich ja bereits schon zwei Arti­kel geschrieben.

Zum einen bezüg­lich dem ers­ten Ein­druck und anschlie­ßend noch eine Über­sicht über die Erstein­rich­tung.

Nun möchte ich mal einige kon­kre­ten Zah­len bezüg­lich den Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­kei­ten im Netz­werk sowie auch bezüg­lich der inte­grier­ten USB-Schnittstellen notieren.

Soviel zum Anfang: Preis/Leistung gut, für Pro­fis aller­dings nicht geeignet.

TekStor_HomeServer

Klei­ner Hin­weis zum Anfang, da die Anre­gung dazu kam: Alle hier auf­ge­zeig­ten Werte sind ohne RAID gemes­sen wor­den. Also nur eine Fest­platte im e-TRAYz verbaut.

Netzwerk-Geschwindigkeit

Die Zah­len, die ATTO Disk Bench­mark aus­ge­spuckt hat, haben mich lei­der nicht wirk­lich beein­druckt, da sie im Durch­schnitt nur bei knapp 20–25 MB pro Sekunde legen.

Ja, ich habe ein GBit-Netzwerk und auch den pas­sen­den Rou­ter (Link­sys 610N) und Kabel dazu. Auch habe ich es von meh­re­ren Com­pu­tern aus pro­biert, die Zah­len sind lei­der immer im glei­chen Rah­men gelegen.

ATTO_Disk_Benchmark

Wie es aus­schaut kann der Pro­zes­sor mit dem Ver­brauch des Samba-Dienstes nicht mit­hal­ten und ist darum wäh­rend dem Test immer zu 80–100% aus­ge­las­tet.

Prak­tisch hier­bei, dass man sich mit dem Trek­Stor Home­Ser­ver bzw. NAS per SSH ver­bin­den kann.

TrekStor_SMDB_Prozessor

Als ich den Ser­ver dann aber mit Net Drive per FTP im Explo­rer ein­ge­bun­den hatte, da wollte Atto Disk Bench­mark nicht mehr wirk­lich funk­tio­nie­ren und hat (lei­der) zu schöne Werte ange­zeigt. Siehe mein Tweet.

Anschlie­ßend habe ich es dann aber mit File­Zilla und FTP getes­tet, wor­auf die Werte dann in eini­gen Berei­chen bes­ser aussahen.

ISO– bzw. EXE-Datei kopieren

Schrei­ben: 30 MB/s & Lesen: 70 MB/s

Per FTP sehen die Werte beim Lesen also bes­ser aus. Beim Schrei­ben hätte ich aber ehr­lich gesagt noch ca. 30% mehr erwartet.

USB-Speed

Auch habe ich noch kurz die bei­den USB-Anschlüsse getestet

Mit dem einen kann man den Inhalt eines ange­schlos­se­nen Sticks/Festplatte mit einem Knopf­druck auf den Ser­ver kopie­ren und der andere dient als nor­ma­ler USB-Anschluss.

Copy-Anschluss

Das Kopie­ren eines USB-Sticks mit 800 MB an Daten (vor­wie­gend EXE-Dateien und eine 500 MB große ISO-Datei) hat ca. 55 Sekun­den gedau­ert, was eine Geschwin­dig­keit von etwa 15 MB pro Sekunde ent­spricht.

Da doch einige kleine Dateien dabei waren finde ich das nicht mal so schlecht.

Nor­ma­ler Anschluss

Der nor­male USB-Anschluss ist für mich eine klare Ent­täu­schung, man kann eigent­lich fast sagen er ist überflüssig.

Der Anschluss-Typ ist USB 1.1 und somit extrem lang­sam. Mehr wie 1 MB/s habe ich in kei­ner Weise erreicht. Auch nicht beim Kopie­ren einer ISO-Datei, was nor­mal recht schnell geht.

TrekStor_USB_11

Strom­ver­brauch

Bezüg­lich dem tat­säch­li­chen Strom­ver­brauch kann ich aktu­ell lei­der noch nichts schrei­ben, da ich kein pas­sen­des Mess­ge­rät zur Hand habe, sry. Aber even­tu­ell kann ich noch eines organisieren.

Fazit der Übertragungsraten

Alles in allen kann man im Punkt Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­kei­ten nicht meckern, wenn man das Preis– / Leistungs-Verhältnis berück­sich­tigt und den einen USB 1.1 Anschluss vergisst.

Klar sind die Raten rela­tiv gering, dafür hat aber die Soft­ware einige Vor­teile, auf die ich dann im nächs­ten und even­tu­ell letz­ten Bei­trag zum Trek­Stor Home­Ser­ver näher eingehe.

So, was meint ihr bis jetzt? Seit ihr in Anbe­tracht des Preis– Leis­tungs­ver­hält­nis­ses zufrie­den mit dem Gerät oder eher nicht?

Ähnliche Artikel

Lohnt sich der Kauf von USB 3.0 Geräten?
TrekStor Home Server e-TRAYz: Die Funktionen
TrekStor Home Server: Gedanken zur Ersteinrichtung
Erster Eindruck: TrekStor HomeServer e-TRAYz

8 Kommentare

  1. Marco (20/07/2010) Antworten

    Hmm wenn man das ganze ein­mal mit teu­re­ren Gerä­ten ver­gleicht schauts dort IMHO auch nicht bes­ser aus von daher finde ich gehts bei dem Preis Leis­tungs­ver­hält­nis schon in Ord­nung. Span­nend fände ich dann aller­dings noch inwie­fern die Geschwin­dig­keit bei einem RAiD 1 ein­bricht, sollte diese halb­wegs sta­bil sein würde ich mir so eine Kiste als rei­nes Backup viel­leicht auch noch zulegen.

  2. CruSherFL (20/07/2010) Antworten

    Inter­es­sant, jedoch müsste bei mir ein schrei­ben von min­des­tens 50mb/s drin sein.

    Was aber trotz­dem Inter­es­sant wäre, wäre der Strom­ver­brauch. Ich will ja nichts sagen, aber du weisst schon, dass der LKW Shop um die Ecke sol­che Span­nungs­mess­ge­räte gra­tis verleiht? ;)

  3. Jeffrey (20/07/2010) Antworten

    @Marco:

    Ich werde schauen, viel­leicht finde ich im Netz gerade noch einen Test­be­reicht mit dem Trek­Stor Home­Ser­ver und RAID1.

    Da ich aktu­ell keine leere Fest­platte in die­sem 3.5″ For­mat habe, kann ich es nicht sel­ber testen.

    @CruSherFL:

    Nein, das wusste ich nicht! Dann muss ich da mal noch vor­bei schauen.

  4. Hi,

    mich würde mal inter­es­sie­ren, was man auf dem Ser­ver per SSH so für Rechte hat, oder ob man da gene­rell (um nichts kaputt zu machen) in den Rech­ten beschränkt wird.

    Kann man den Ser­ver somit theo­re­tisch als voll­wer­ti­gen Linux Ser­ver (für die Heim­nut­zung) ohne Ein­schrän­kung betreiben?

  5. Jeffrey (05/08/2010) Antworten

    @Julian:

    So wie ich das gese­hen habe hast du mit dem Sysadmin-Benutzer Root-Rechte und kannst somit alles machen.

    Es kommt natür­lich dar­auf an, was der Ser­ver dann leis­ten soll. Schluss­end­lich kannst du ja auch nicht alle Linux-Applikationen instal­lie­ren, nur die Pakete die für den Pro­zes­sor­typ gebaut sind.

  6. Sergey F. (06/08/2010) Antworten

    Was Strom­ver­brauch angeht, kann VOLTCRAFT Energy Check 3000 emp­feh­len. Kos­tet bei Con­rad keine 25 Euro.

    Die Trans­fer­ra­ten konn­ten bes­ser sein. Ansons­ten ganz OK.

  7. Thorsten Garbe (01/11/2010) Antworten

    Strom­ver­brauch (gemes­sen mit Con­rad «ENERGY LOGGER 3500):

    03,2W /nur Netz­teil bei aus­ge­schal­te­tem NAS

    06,4W /NAS direkt nach dem EINschalten(ohne Fest­platte) Lüf­ter AN

    04,9W /NAS EIN nach ca.2 Minute Lüf­ter AUS

    30,2W /NAS direkt nach dem EIN­schal­ten mit 1TB Festpl. SAMSUNG HD103UJ

    12,5W /NAS EIN mit 1TB Festpl. SAMSUNG HD103UJ nach ca.2Min.

    Anm.: alle Mes­sun­gen ohne ange­schlos­sene Schnitt­stel­len an dem im Okt.2010 von Fa. Rei­chelt gelie­fer­tem Gerät

    Das Gerät wird über einen Kipp­schal­ter EIN/AUS geschal­tet. Nach einem Strom­aus­fall läuft es selbst­tä­tig wie­der an.

    Das zuge­hö­rige Netz­teil ver­sorgt das Gerät mit zwei Spannungen(12V und 5V) und wir über eine Euroste­cker (ohne Schutz­lei­ter) angeschlossen.

    ACHTUNG: Das Gehäuse führt ca. 80V vom Netz nicht getrennte Span­nung. Gegen Schutz­lei­ter gemes­sen fließt ein Kurz­schluss­strom von ca.80µA. Die Span­nung ist deut­lich fühlbar.

Beitrag kommentieren

Kommentieren ohne Angabe von Name und E-Mail Adresse möglich. Kommentare werden moderiert. Spam und Offtopic wird gelöscht.