VMware Server als VMware Player Alternative

02.04.2010 | 28 Kommentare | Jeffrey

Bis anhin hatte ich meine vir­tu­el­len Test­ma­schi­nen immer über den VMware Player ver­wal­tet. Nun wollte ich ein­mal etwas anders aus­pro­bie­ren und habe den kos­ten­lo­sen VMware Ser­ver installiert.

VMwareServer

Der VMware Ser­ver bie­tet die eine oder andere Funk­tion, die im VMware Player nicht ent­hal­ten ist.

Bei­spiels­weise wird der Leis­tungs­ver­brauch der ein­zel­nen Maschi­nen gespei­chert und mit Dia­gram­men dar­ge­stellt. Wei­ter­hin kön­nen Benutzer-Berechtigungen auf die ein­zel­nen Maschi­nen ertei­let wer­den und es ist ein Fern­zu­griff mög­lich.

Die Instal­la­tion des VMware Ser­vers erfolgt wie bei jedem ande­ren Pro­gramm über die mit­ge­lie­ferte Setup-Datei.

Dabei ist zu beach­ten, das man nur jeweils den VMware Player oder den Ser­ver auf dem Sys­tem instal­liert haben darf. Also gege­ben falls den VMware Player deinstallieren.

Der Zugriff erfolgt über den Brow­ser mit https://[HostName]:8333 oder über den VI Cli­ent (Vir­tual Infra­struc­ture Client).

Bei bei­den Vari­an­ten kann man sich mit einem Win­dows Benut­zer des Hosts (vor­züg­lich mit Administratoren-Rechte) einloggen.

In der aktu­el­len Ver­sion von Fire­fox (3.6) gibt es lei­der auf man­chen Sys­te­men Pro­ble­men mit dem VMware Addon, sodass die Remote-Console der Maschi­nen nicht funktioniert.

Im VMware Forum wird eine Mög­lich­keit beschrie­ben, sodass man den­noch den Fire­fox benut­zen kann. Mit dem Inter­net Explo­rer funk­tio­niert es hin­ge­gen ohne Probleme.

VmwareInfrastructure_WebAccess

So wie es aus­schaut, ist es recht schwer den VMware Infra­struc­ture Cli­ent (Vi Cli­ent) im Netz zu fin­den. Auf swizz­ling fin­det man jedoch noch eine etwas ältere Version. Weiß jemand von euch, wie ich an die aktu­elle Ver­sion komme?

VMwareServer_VI_Client

Ich habe euch ein klei­nes Video erstellt, wie man ein­zelne Maschi­nen unter VMware Ser­ver erstellt und anschlie­ßend kon­fi­gu­rie­ren kann.

Sry, wenn die Qua­li­tät nicht gerade her­vor­ra­gend ist, es ist einer mei­ner ers­ten Ver­su­che mit Cam­ta­sia Stu­dio, wel­ches ihr übri­gends bald gewin­nen könnt!

Wenn man mehr wie nur ein bis zwei vir­tu­elle Maschi­nen in einer Test­um­ge­bung besitzt, ist VMware Ser­ver auf jeden Fall empfehlenswert.

Durch die Mög­lich­keit die ein­zelne Maschi­nen per Brow­ser oder VI Cli­ent von jedem Com­pu­ter aus zu steu­ern hat man die Mög­lich­keit, dass mehre Per­so­nen gleich­zei­tig mit den vir­tu­el­len Maschi­nen arbei­ten können.

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28 Kommentare

  1. Chris (02/04/2010) Antworten

    nur als Ergän­zung: Vir­tual­Box kann auch Remote-Zugriff, sogar über RDP, d.h. man braucht nicht extra einen Viewer.

    Ich ver­mute aber dass VMWare zu mehr Gäs­ten kom­pa­ti­bel ist. Bei Vir­tual PC funk­tio­nie­ren die Inte­gra­ti­ons­kom­po­nen­ten bei Win­dows 2000 Gäs­ten nicht (erst ab XP)!

  2. Jeffrey (02/04/2010) Antworten

    @Chris:

    Das RDP bezieht sich bei Vir­tual­Box aber dann auf die ein­zel­nen Cli­ents und nicht auf das ganze Virtualisierungs-System.

    Bei VMware kann der ganze Ser­ver mit­samt der Kon­fi­gu­ra­tion der ein­zel­nen Maschi­nen von über­all aus per Brow­ser oder VI Cli­ent ver­wal­tet werden.

    Das wird bei Vir­tual­Box nicht unter­stützt, soweit ich weiss.

  3. Thomas (02/04/2010) Antworten

    @ Jef­frey

    Was hälst du denn von Vir­tual PC?
    hab mal gehört, dass es was ähnli­ches ist wie Virtualbox.

  4. Jeffrey (02/04/2010) Antworten

    @Thomas:

    Ich hatte MS Vir­tual PC bei mir auch schon im Ein­satz, doch bin davon weg gekom­men, da ich oft Pro­bleme mit Linux Gast­sys­te­men hatte.

  5. Chris (02/04/2010) Antworten

    @Jeffrey: ich ver­wende um Vir­tual­Box zu bedie­nen den Remo­te­desk­top des Host. Aller­dings kann man Vir­tual­Box unter Linux ohne X instal­lie­ren und kom­plett über die Kom­man­do­zeile bedie­nen, falls man auf die Gäste nur über RDP zugrei­fen will. Das spart Res­sour­cen, die dann den Gäs­ten zur Ver­fü­gung stehen.

  6. Jeffrey (02/04/2010) Antworten

    @Chris:

    Ach so, das geht dann natür­lich wieder :)

    Eine Zeit lang habe ich Vir­tual­Box auch unter Linux genutzt, doch bin ich dann zu VMware umge­stie­gen, da ich im Betrieb schon tag­täg­lich mit VMware arbeite und sehr zufrie­den damit bin.

  7. Andi (02/04/2010) Antworten

    Ich habe mit den bei­den VMware Pro­duk­ten auch schon gespielt und bin aktu­ell wie­der beim Player gelan­det, da ich mit Fire­fox und dem AddIn so meine Pro­bleme hatte. Wenn ich den IE starte bekomme ich immer Gicht an mei­nen Fin­gern, also bin ich dann beim Player geblieben.

    Ich fand es immer geschickt, wenn man auf dem dicken Desk­top den Gast-PC lau­fen lässt und auf dem schwä­che­ren Lap­top nut­zen kann.

    Was mich inter­es­sie­ren würde: kann man mit den aktu­el­len Ver­sio­nen die Gast-PCs im Ser­ver impor­tie­ren? Wenn man schon diverse Gast-PCs instal­liert hat, will man das ja nicht noch­mal durchziehen.

  8. Jeffrey (02/04/2010) Antworten

    @Andi:

    Das mit dem Brow­ser Plu­gin + Fire­fox hat mich auch recht gestört.

    Daher ver­wende ich nun den VI-Client, obwohl der (laut VMware Support-Auskunft) nicht mit VMware Ser­ver kom­pa­ti­bel ist.

    Japp, das Impor­tie­ren von beste­hen­den (VMware basie­ren­den) Maschi­nen in den VMware Ser­ver geht ganz einfach.

    Ein­fach die beste­hende Maschine in den Daten­spei­cher kopie­ren und «zur Bestan­des­liste hin­zu­fü­gen». Für andere For­mate z.B. VirtualBox-Vm’s gibt es Konverter.

    Werde in den nächs­ten Tagen dar­über schreiben :)

  9. Patrick (02/04/2010) Antworten

    Die Idee vom VMWare Ser­ver ist ganz nett ich habe den sel­ber mal im Ein­satz gehabt. Aller­dings fres­sen die Dienste von dem Ser­ver doch schon einige Res­sour­cen, wel­ches auch der Grund war, das ich wie­der zurück zum guten alten VMWare Player gewech­selt bin. Wer aller­dings die Res­sour­cen abdrü­cken kann, für den ist der VMWare Ser­ver im gegen­satz zu dem Player sicher­lich eine gute Variante.

  10. Jeffrey (02/04/2010) Antworten

    @Patrick:

    Stimmt, kommt halt auch ein wenig auf die Hard­ware des Hosts an.
    Mit mei­nem I5 Pro­zes­sor + 8 GB Ram läuft eh alles per­fekt *lach*

  11. Patrick (02/04/2010) Antworten

    Hmm län­ger her, dass ich VMWare Ser­ver im Ein­satz hatte. Den aktu­ells­ten VMWare VI-Client kannst du für gewöhn­lich auf der Will­kom­mens­seite dei­nes VMWare Ser­ver her­un­ter­la­den wenn ich das jetzt nicht falsch im Kopf habe (wir benut­zen auf der Arbeit auch VMWare ESX und ESXi, könnte sein, dass es nur dort so ist).

    Außer­dem gibt es den neuen vSphere-Client ich weiß aber auch da nicht, ob der zum VMWare Ser­ver kom­pa­ti­bel ist.

    Update: Hab grad noch­mal nach­ge­guckt, die Will­kom­mens­seite ist wohl vom ESX oder ESXi wo man den Cli­ent her­un­ter­la­den kann -> http://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Datei:VMware-vSphere-Cli.….Client.png

    Wenn du dir einen älte­ren ESXi auf­setzt (kos­ten­los) sollte dabei soweit ich das noch weiß der neuste VI-Client mit bei sein.

  12. Patrick (02/04/2010) Antworten

    Ach ver­dammt da fällt mir ein, den ESXi bekommst du nicht ohne wei­te­res auf­ge­setzt. Das ist ein Hyper­vi­sor, musste also also Betriebs­sys­tem instal­lie­ren. Zudem ist der rela­tiv fies an Server-Spezifikationen gebun­den und ver­wei­gert gerne die Installation.

    Ich guck noch­mal wei­ter, irgendwo muss ich doch auf Arbeit immer den VI-Client bekom­men haben :D

  13. Jeffrey (02/04/2010) Antworten

    @Patrick:

    Stimmt, da kann ich natür­lich nicht ein­fach eine Vir­tu­elle Maschine erstel­len, auf dem ich dann den ESXi instal­liere, mist!

    Ich habe zu die­sem Thema auch mal noch den VMware-Support ange­schrie­ben. Die erste Ant­wort war aller­dings, dass der VI-Client nicht mit dem VMware Ser­ver kom­pa­ti­ble ist, was aber nicht stimmt, da ich es jetzt ja auch so habe, nur halt mit einer alten VI-Client Version.

    Falls du noch was fin­dest, gib mir bitte Bescheid :)

  14. embee (04/04/2010) Antworten

    Für klei­nere Pro­jekte neh­men wir auf Arbeit auch ganz gerne den VMware Ser­ver, zu mal er auch mit der Ver­sion 2 einige ESXi Fea­tures bekom­men hat. Für den pri­va­ten Gebrauch also mehr als ausreichend. ;)

  15. Jeffrey (04/04/2010) Antworten

    @embee:

    Ich war echt auch erstaunt, was man mit dem VMware Ser­ver alles machen kann.
    Für klei­nere Pro­jekte und den Pri­vat­ge­brauch perfekt!

  16. dario (07/04/2010) Antworten

    hi jef­frey

    ansons­ten kannst du von mir gerne vmwork­sta­tion haben.
    sprich mich doch mal drauf an.

    dario

  17. Jeffrey (07/04/2010) Antworten

    @Dario:

    Ich bleibe beim VMware Ser­ver, da mir bei der Work­sta­tion einige Funk­tio­nen fehlen.

    Spe­zi­ell mit vir­tu­el­ler Netz­wer­kin­fra­struk­tur und natür­lich Zugriff auf Daten­spei­cher mit CIFS :)

  18. Patrick (07/04/2010) Antworten

    Und VMWare Work­sta­tion ist im Ver­gleich zu VMWare Ser­ver nicht legal kos­ten­los erhält­lich (außer viel­leicht ältere Versionen).

  19. Jeffrey (07/04/2010) Antworten

    @Patrick:

    Das ist natür­lich ein wei­te­rer Punkt!

    Ich arbeite sowieso viel lie­ber mit Free­ware und natür­lich Open­Source, soweit möglich.

  20. Wenn man in Rich­tung pro­fes­sio­nel­ler Umge­bung gehen möchte, dann emp­fiehlt sich der esxi Ser­ver. Mit dem esxi kann man sehr ein­fach und sehr leicht eine vir­tu­elle Umge­bung rea­li­sie­ren. Der esxi ist kos­ten­los, ein­zige Vor­aus­set­zung, man muss sich bei vmware regis­trie­ren. Der esxi hat lei­der keine Backup-Möglichkeit. Das lässt sich aber sehr ein­fach mit einem Script lösen. Ich habe eine vir­tu­elle Platt­form mit 10 esxi Ser­vern auf­ge­baut und bin genau so gut und schnell wie meine Kol­le­gen mit dem teu­ren esx.

  21. Jeffrey (16/05/2010) Antworten

    @Gregor:

    Ich habe bereits schon über­legt, ob ich mir zuhause einen ESXi instal­lie­ren soll, aber es lohnt sich für die ein­zel­nen Maschi­nen nicht wirklich.

    Auch fehlt mir dazu lei­der pas­sende Hard­ware, denn auf dem Pentium-4, den ich noch her­um­ste­hen habe, wird das nichts :)

  22. Patrick (17/05/2010) Antworten

    Ich glaub ich muss mich da auch mal einklinken :)

    @Gregor: Der ESXi ist ein Hyper­vi­sor und dem­ent­spre­chend deut­lich anders auf­ge­baut, als z.B. ein VMWare Ser­ver. Für ESXi 4.0 wäre ein 64-Bit Pro­zes­sor nicht nur sinn­voll, son­dern not­wen­dig. Wenn ich das noch rich­tig im Kopf habe, ist Intel-V oder AMD-V auch zwin­gend not­wen­dig (wobei das glaub ich alle x64-Prozzis haben). Alle diese «Pro­bleme» hat man mit VMWare Ser­ver nicht. Ich mag den ESXi zwar auch, aber der ESX hat doch noch ein paar Vor­teile (zumin­dest für den betrieb­li­chen Rah­men). Zu nen­nen wäre da vor allem die zen­trale Ver­wal­tung aller ESX-Server.

  23. Jeffrey (17/05/2010) Antworten

    @Gregor:

    Ich werde mir deine Bei­träge mal durch­le­sen, danke für den Link!

    Eini­ges bezüg­lich VMware kann ich auch in der Firma aus­pro­bie­ren, da wir Lehr­linge einen eige­nen klei­nen ESX Ser­ver haben :)

    @Patrick:

    Das mit der zen­tra­len Ver­wal­tung über das Vir­tual Cen­ter ist natür­lich ganz bequem, wenn man viele ver­schie­dene ESX-Hosts hat.

    Du nutzt bei dir @Home Vir­tual­Box als Virtualisierungs-Plattform oder?

  24. Patrick (17/05/2010) Antworten

    Jepp nutze ich. Auf Arbeit nut­zen wir auch ESX und ESXi.

    Ich würde mich gerne mal mit Xen beschäf­ti­gen: extrem power­ful und dazu kos­ten­los. Würde ich fast als «kos­ten­lose ESX-Alternative» bezeichnen.

  25. Jeffrey (17/05/2010) Antworten

    @Patrick:

    Xen ist bestimmt auch eine tolle Sache, man müsste sich das Ganze nur mal genau anschauen und mit VMware vergleichen.

  26. Marcel (09/09/2010) Antworten

    wenn es denn mal mög­lich wäre den esxi ohne ne spe­zi­elle Hard­ware untend­run­ter zu instal­lie­ren würde ich sofort vom vmware ser­ver 2 wech­seln; hatte ubuntu 8.04 als basis, dann 10.04, den ser­ver abge­patcht, bin wie­der zurück auf 8.04 weil die gepatchte ver­sion lief wie ein sack äpfel.

    Aber Vmware mag ja nur ganz spe­zi­elle Con­trol­ler usw haben..kennt da jemand eine Alternative?

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