Heutzutage wird man ja immer öfters gefragt, ob man selber eine Webseite hat. Vor allem, wenn man eine eigene Firma hat ist das meist schon Must-Have. Doch es gibt viele Benutzer, die nicht wissen wie sie ihre eigene Webseite erstellen können und einen Webdesigner trauen sie erst gar nicht fragen, da ihnen das zu teuer ist.
Nun wurde mir in diesem Bereich von einem Arbeitskollegen einmal web to date von Databecker empfohlen. Nach einer Anfrage habe ich nun auch eine Testlizenz bekommen, sodass ich mir das mal genauer anschauen kann. Vielen Dank dafür!
Daher möchte ich euch in diesem Beitrag ein wenig das Desktop CMS Web to Date vorstellen, mit dem jeder seine eigene Webseite einfach erstellen.
Grundlegend muss man sich vor dem Starten einfach überlegen, was man denn auf der eigenen Seite haben möchte und wie das Design aussehen soll.
Nun sucht man sich aus über 1500 verschiedenen Vorlagen (breite Auswahl!) ein passendes Design aus.
Wenn man sich das Design ausgewählt hat wird man vom Assistenten gleich gefragt, wie es mit dem gewünschten Umfang denn aussieht. Zudem wird man nach dem Thema der Homepage gefragt. Je nach gewählter Option werden dann bereits verschiedene Seiten (Kontaktformular, Infos zur Firma, Produkte, Dienstleistungen, …) erstellt, die man dann nur noch mit Inhalten füllen muss.
Wenn man das Design und das passende Thema ausgewählt hat kann man bereits schon einige “personalisierte Texte” ausfüllen. Mit diesen Texten werden einige Stellen in den vorgefertigten Texten bereits schon mit den echten Kontaktdaten gefüllt.
Im nächsten Schritt speichert man das Projekt dann einmal Lokal auf dem Computer ab und sieht anschließend bereits schon den Grundaufbau der Webseite mit einigen vorgefertigten Texten und den ausgewählten Seiten. Ab hier kann man dann schon mit dem anpassen/erweitern der Texte anfangen.
Man muss sich hier zuerst ein wenig an die Oberfläche gewöhnen und einmal eine Übersicht über die einzelnen Funktionen verschaffen kann aber dann schon sehr bald mit dem Wesentlichen anfangen.
Die einzelnen Seiten sind ich einzelne Absätze (Abschnitte einer einzelnen Seite) unterteilt. Es gibt sehr viele verschiedene Abschnitte. Die wichtigsten sind hier sicher: Text, Bilder, Tabelle, Formular oder Videos.
Man kann hier aber praktisch alles machen. Vom Blog über einen Chat bis hin zum eigenen Forum. Daher ist eine Planung im voraus recht wichtig, denn ansonsten fängt man irgendwo an zu probieren und hat schlussendlich kein fertiges Produkt.
Die Seite kann man sich auch jederzeit im Browser anzeigen lassen, auch wenn man sie noch nicht veröffentlicht hat. Dafür wird Apache als Lokaler Webserver mitgeliefert. Auf jeden Fall sehr praktisch, da man so nicht immer zuerst alles ins Netz hochladen muss.
Sondern: Seite erstellen und lokal betrachten und dann wenn alles passt hochladen und die alte Seite gegeben falls überschreiben.
Der folgende Screenshot ist übrigens genau das, was mir der Assistent erstellt hat. Die Struktur steht also bereits fix und fertig. Nur noch der Inhalt fehlt.
Ebenfalls interessant ist die Funktion, dass man sich automatische Backups der Webseite erstellen lassen kann. So kann man immer wieder auf vorherige Versionen zurück, wenn man einen Fehler gemacht hat.

Für das Veröffentlichen der Webseite kann man ebenfalls sehr einfach über den Assistenten machen. Dazu konfiguriert man einmalig die Einstellungen für den Web– sowie Datenbank-Server und kann diese Einstellungen dann im weiteren Projektverlauf einfach wieder nutzen.

Alles in allem bin ich nach meinen Tests sehr zufrieden mit Web To Date. Man kann sehr einfach seine eigene Webseite erstellen ist aber von den Möglichkeiten keineswegs eingeschränkt. Die Oberfläche ist für den Anfang vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig aber doch sehr gut aufgebaut.
Man muss aber auch bedenken, dass die Software mit etwa 180 Euro nicht ganz günstig ist. Wenn man aber etwa für die ganze Familie Webseiten erstellt lohnt es sich auf jeden Fall. Natürlich muss man aber auch hier neben den 180 Euro noch etwas Zeit investieren um die Software sowie die Funktionen kennen lernen zu können. Wer mit neuen Programmen schnell zurecht kommt wird aber auch hier keinerlei Probleme haben.
Ein Nachteil gegenüber einem normalen CMS ist hier jedoch, dass nicht mehrere Personen gleichzeitig an einer Webseite arbeiten können. Eventuell könnte man das aber zusammen mit der Dropbox realisieren, sofern Web to Date nur immer die geänderten Teile einer Webseite abspeichert.
Wenn ich gerade schon am Vergleichen bin: Bei Web to Date muss man nicht immer Updates einspielen. Neue Funktionen hat man in dem man die Software, also Web to Date selber auf die aktuelle Version aktualisiert.
Gewinnspiel
Auch dieses mal stelle ich keine kostenpflichtige Software vor, ohne dass ihr etwas davon habt. Daher gibt es auch von Web to Date wieder einige Lizenzen zu verlosen. Nur zu einem späteren Zeitpunkt. Eventuell zusammen mit dem angekündigten Weihnachtsgewinnspiel, das weiss ich noch nicht genau.
Wie macht ihr eure Webseiten?
Nun würde mich mal interessieren, wie ihr persönlich eure Webseiten erstellt: Benutzt ihr ein bestimmtes CMS? Eventuell bereits schon Web to Date? Oder doch ein Open Source CMS?
Ich selber bin nicht so der Held wenn es um Webdesign geht, benutze aber – wenn ich dann doch mal dran bin – WordPress, Joomla oder seit einigen Tagen auch mal Contao.

Ich werf mal zu dem Thema
– http://textpattern.com/
– http://cms.mozilo.de/
in den Raum ;-)
Ich habe noch nichts damit gemacht, könntest du dir ja auch mal anschauen und ein Urteil bilden :-)
Wie könnte ich denn auch in den Genuss eines solchen tollen Testberichts kommen? Ich würde auch Lizenzen zur Verfügung stellen.
Bin auch nicht so der Websitebuilder, aber soll jetzt, weil andere noch weniger Kenntnis haben, eine Vereinsseite erstellen.
Hab so etwas mit WordPress schon gemacht, und schau mir gerade joomla an. WordPress scheint mir da etwas leichter zu sein, … aber joomla hat da schon eine Menge an Erweiterungen, .. die aber auch wiederum sehr verwirren (Module, Plugins, Erweiterungen, usw.).
Die Weiteren, o.g. Projekte, waren mir bis dato nicht bekannt, .… sehr interessant, werde die wohl auch einmal antesten.
Ich finde die Entwicklung auf dem DAU Cms Markt immer sehr interessant, weil nach wie vor hier eine große Menge an Potential auszuschöpfen ist… würde mir das teil auch gern mal anschauen, 180euro haut man aber nicht gerade so für nen Test raus.
Jeffrey,eins darfst Du nicht vergessen: Eine gute Webseite macht heut nicht mehr ein von dir als WebDesigner betitelte Person, dazu gehört viel, was solche Programme wie Zb Web to Date
Noch garnicht abdecken (kőnnen). Noch eine Alternative: Google Site, hat hiermit schonmal ernsthaft gearbeitet, geht das? :)
Jeffrey mich würden noch deine Erfahrungen mit Contao interessieren, werde ich jetzt auch aufsetzen.
Du solltest aber fairerweise erwähnen das man den seiten dann auch ansieht mit was sie gemacht wurden sind. Optische ansprechende Sachen sind web2date nicht möglich und ehrlich gesagt kriege ich da immer einen Brechreiz wenn ich auf die ergebnisse stosse.
Und es gibt nichts unseriöseres wie ne Zusammengefrickelte Firmenseite der man auch noch ansieht das sie von nem Laien per Klickibunti gemacht wurde
@Uwe:
Aktuell ist bei mir etwas viel los, aber du kannst mich bezüglich einem Review einfach mal per Mail anschreiben, dann finden wir eine Lösung.
@pablo:
Du kannst dir für Tests auch die 10 Tage Testversion herunterladen. Da kannst du dir einen Überblick über die Software verschaffen.
Update: Mit Contao habe ich bis jetzt erst einige Stunden gearbeitet. Finde es bis jetzt aber sehr ansprechend. Vor allem sehr benutzerfreundlich!
@sonyon:
Ich kann deine Aussage überhaupt nicht nachvollziehen. Hast du denn Web To Date auch mal selber getestet?
Ich würde sagen, dass man damit sogar sehr ansprechende Webseiten erstellen kann!
@Jeffrey: Ich hatte erwartet, dass es zu dem Artikel kritische Stimmen geben wird. Nicht deshalb, weil deine Aussagen falsch wären, sondern deshalb, weil Leute, die von Webdesign leben, mit solchen Entwicklungen nachvollziehbarer Weise ein Problem haben.
Ich habe Spaß am Testen neuer Möglichkeiten. So habe ich eine (tote) Website mit Joomla erstellt und dieser ein schönes (bezahltes aber fertiges) Design verpasst. Du kannst das anschauen unter http://www.officetipps.net oder auch http://www.nerdshow.de. Da werden heute so tolle und fertige Templates angeboten (nicht nur für Joomla), dass man sich solche Generatoren eigentlich komplett sparen könnte. Aber die Entwicklung auf diesem Gebiet ist schon sehr interessant.
@Horst:
Ganz klar: Wer sich selber mit Joomla oder anderen Web-CMS auskennt macht seine Webseite meist damit.
Wer hingegen noch nie damit gearbeitet hat, für den eignet sich ein Desktop CMS doch meist besser. So muss er sich nicht zuerst Grundkenntnisse im Bereich Webentwicklung aneignen.